Was ist Gesundheit? Was ist Krankheit?
Unsere Gesellschaft - und damit sehr viele Menschen - befinden sich im Teufelskreis der
nicht erreichbaren Gesundheit.
Nach der allgemein üblichen Definition gibt es eine Masse von Krankheiten - und jeden Tag
werden es mehr.
Es ist ein merkwürdiger Zustand entstanden:
Obwohl jedes Jahr Milliarden für die Gesundheit ausgegeben werden, steigt der Prozentsatz
der Kranken in der Gesellschaft dramatisch an.
Obwohl immer neue Methoden/Medikamente entwickelt werden, steigt der Prozentsatz der
"chronischen" und "unheilbaren" Krankheiten rapide an.
Doch was ist Gesundheit?
Normalerweise definieren wir Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit, denn tief in uns wissen
wir, dass Gesundheit das Gegenteil von Krankheit ist.
Schauen wir uns den Begriff näher an, fällt dabei eine Diskrepanz auf:
Obwohl wir immer von Krankheiten sprechen, habe ich das Wort "Gesundheiten" noch nie gehört.
Gesundheit definieren wir als einen Zustand, deshalb ist es auch unsinnig davon die Mehrzahl bilden zu
wollen.
Wie ist es möglich, dass wir bei dem Gegenteil - bei der Krankheit - so selbstverständlich
in der Mehrzahl sprechen?
Wenn wir diese Begriffsverwirrung auflösen, haben wir die Chance diesen Teufelskreis zu brechen.
Versuche vorm Weiterlesen für Dich den Begriff der Gesundheit zu definieren.
(OHNE die Verwendung von Worten wie "nicht" und "kein".)
Was ist Gesundheit für Dich? Wie fühlt sich Gesundheit an?
Mir ist diese Definition am Anfang sehr schwer gefallen.
Aber wie will ich Gesundheit erreichen, wenn ich nicht einmal weiß,
was das ist, oder wie es sich anfühlt? Wie soll ich entscheiden, wann ich den Zustand der
Gesundheit erreicht habe?
Die Lösung dieses Problems in unserer Gesellschaft ist ganz einfach:
Es gibt Menschen - diese werden Ärzte genannt, die haben das studiert, die müssen das wissen.
Es gibt immer neue Apparate und Diagnosemethoden, mit diesen muss es sich doch herausfinden lassen,
ob ich gesund bin. Diese müssen doch jede kleine Unsicherheit, die in mir aufkeimt, beseitigen können.
Wenn ich mich schlecht fühle, aber die Ärzte nichts finden können, dann wurden wahrscheinlich die
falschen Diagnosemethoden verwendet oder der Arzt hat keine Ahnung.
(Hurra, wir haben einen Schuldigen gefunden.)
Ich bin ja nur Kassenpatient, was will man dann erwarten. (Bitte, habe etwas Mitleid mit mir)
Es ist so schön einfach und bequem die Verantwortung für unsere Gesundheit abzugeben.
Nur leider werden wir davon nie gesund.
Wir haben das schließlich Jahrzehnte und vielleicht auch Jahrhunderte immer so gemacht.
Die ausgefahrenen Spuren der Gewohnheit sind sehr tief.
Der Schweinehund ist dann besiegt, wenn wir die
Verantwortung für unsere Gesundheit
wieder in unsere eigenen Hände genommen haben.
Und erst dann sind auch die Ärzte von der Last erlöst, die wir ihnen dadurch bisher aufgebürdet haben
und können uns nach ihrem besten Wissen und Gewissen beraten.
Gesundheit ist nach meiner Ansicht ein Zustand des Wohlbefindens und der Zufriedenheit,
unabhängig von allen körperlichen Gebrechen.
Aus dieser Definition lässt sich folgendes ableiten:
- Da Gesundheit ein Zustand ist, kann es sich von Sekunde zu Sekunde ändern. Nichts ist so beständig wie die Veränderung.
- Gesundheit ist kostenlos für jeden verfügbar. Du kannst sie nicht kaufen.
- Sie lässt sich ganz einfach erreichen.
- Nur Du kannst wissen, ob Du gesund bist.
- Nur Du bist in der Lage, Dich gesund "zu machen".
- Nur Dir ist es möglich zu entscheiden, welche Hilfen, die in diesem Moment richtigen sind,
um Dir zur Gesundheit zu helfen.
Daraus ergibt sich auch schon ein einfaches Rezept für Gesundheit
Zähle die Momente, in denen Du Dich wohlfühlst. Gebe diesen Momenten Deine besondere Aufmerksamkeit.
Nehme sie bewusst war. Schätze sie.
Werde Dir bewusst, wie diese Momente entstehen, und Du hast auf einmal die Möglichkeit diese Momente zu
vermehren, indem Du Dir genau dieses Gute tust.
Da Gesundheit das Gegenteil von Krankheit ist, lässt sich Krankheit auch ganz einfach definieren:
Krankheit ist ein Zustand des Unwohlseins.
Oft verbinden wir unser Unwohlsein mit dem Auftreten irgendwelcher Symptome.
Dabei kann ein Symptom sehr viel sein:
- Schmerzen
- sichtbare Veränderungen
- unliebsame Gefühlszustände
- Müdigkeit
- struppige Haare
- .....
Diese Liste kann endlos fortgesetzt werden und wird für jeden etwas anders aussehen.
Denn kurz gesagt, wird als Symptom alles das definiert, was von unserem definierten "Normalzustand"
abweicht. Und diese Definition ist nun mal von Mensch zu Mensch verschieden.
In unserer Gesellschaft wird der Begriff der Krankheit auch verwendet,
um eine Menge von Symptomen zu beschreiben, die klassifiziert und benannt wurde.
Wenn ich also ein Symptom habe, bin ich krank.
Da Gesundheit das Gegenteil von Krankheit ist, kann ich also nicht gesund sein,
solange ich noch ein Symptom habe.
Da sich ein "Normalzustand" bei unserem ständig in Veränderung befindlichen "Körper-System"
unmöglich einstellen lässt, ist nach dieser Definition Gesundheit wie der Punkt im Unendlichen.
Man kann sich ihr immer weiter annähern, aber erreichen wird man sie nie.
Dabei ist ein Symptom nur ein Anzeichen dafür, dass unser ständig sich in Veränderung
befindliches "Körper-System" aus dem Gleichgewicht gekommen ist und sich jetzt durch das
Symptom wieder ins Gleichgewicht bringt.
Zum Beispiel, wenn Du für Dich entscheidest immer voller Elan und voller Aktivität zu sein,
und Dir nicht das Gegenteil von Ruhe und Erholung gönnst, wird Dein Körper Dich früher oder später
dazu zwingen, die Ruhe und Erholung "nachzuholen" und so das Gleichgewicht wiederherstellen.
Der Weg zur Gesundheit wird erst frei, wenn Du Dir bewusst wirst, wie sehr Du die Krankheit schätzt:
- Wie oft erzählst Du im Freundeskreis über Deine Krankheiten, Deine Beschwerden, Deine Symptome, Dein Unwohlsein?
- Wann hast Du zuletzt erzählt, wie wohl Du Dich fühlst/gefühlt hast?
Es ist zwar schön, wenn ein Symptom nicht unbedingt bedeutet, dass man sich krank fühlen muss,
wie bekomme ich das Symptom nun aber weg.
Die Begriffsdefinition ist schön und gut, ich fühle mich mit meinem Symptom nun mal aber beschissen.
Jedes Gefühl beruht auf einem Gedanken. Finde den auslösenden Gedanken!
Der auslösende Gedanke für Unwohlsein ist oft eine Wertung des Symptoms oder Angst vor dem Symptom.
Durch die Änderung dieses Gedankens kannst Du Dein Gefühl dauerhaft ändern.
Das ist besser an einem Beispiel zu erkennen:
Was ist Dein erster Gedanke, wenn Deine Nase läuft?
Die gängige Gedanken-Variante ist dafür:
Oh, ich habe einen Schnupfen - Ich bin erkältet. - Ich werde krank.
Dies dauert dann egal was man tut 7 Tage oder eine Woche.
Was hältst Du von folgender Variante:
Oh, mein Körper räumt auf. Danke, Körper, dass Du auf mich aufpasst, und alle Anhaftungen löst.
Das ist im Normalfall nach 1 Tag wieder vergessen.
Diese unsere Wertungen sind die Ursache von Leid und Krankheit.
Jeder Versuch ein Symptom "wegzubekommen" wird es erst recht verstärken.
Der einzige Weg, das zu erreichen, ist, das Symptom als Warnlampe zu sehen, die ein
Ungleichgewicht anzeigt und es einfach akzeptieren/annehmen.
Denn durch das Symptom bringt Dich Dein Körper-System auch wieder ins Gleichgewicht.
Lasse Dich von Deinem Körper aus dem täglichen Trott bringen, und höre auf seine Wünsche.