Dara Gudrun Müller - Selbstheilungsberatung

Mein Weg - Erfahrungen




Das Jahr 2005 hat mich durch die verschiedensten Bereiche getrieben und mir eine Vielzahl von Erfahrungen beschert.
Da vieles gleichzeitig abgelaufen ist, fasse ich es in Bereiche zusammen, so dass es sich besser lesen lässt, obwohl es dadurch nicht immer chronologisch ist.

Die erste Lektion des Jahres wurde: "Lerne Deine Angst zu besiegen."
In den ersten Wochen des Jahres war ich jedes Wochenende mehrfach mit dem Auto unterwegs nach Jesteburg um meinen Mann in der dortigen Reha-Klinik zu besuchen. Es ist zwar nicht sehr weit von Hamburg entfernt, aber für mich mit meiner Abneigung vorm Autofahren war es eine Strapaze, zumal ich auch jedesmal durch den Elbtunnel musste. Das war bislang aber nie ein Problem, zwar etwas lästig, aber halt notwendig - bis zu einem Sonntag abend. Ich hatte meinen Mann zurück in die Reha-Klinik gebracht und da es schon spät am Abend war, wollte ich möglichst schnell nach Hause, denn Montag wartete die Arbeit wieder. Trotz vieler Warnsignale meines Körpers der dringend nach einer Erholungs- und Entspannungspause schrie, setzte ich mich ans Steuer und fuhr los. Die Fahrt bis zum Elbtunnel brachte ich noch einigermaßen gut über die Runden, aber dann wurde die Luft auf einmal immer dünner, ich bekam kaum noch Luft und hatte das Gefühl als wenn mir gleich schwarz vor den Augen wird. Ich hatte nur einen Gedanken: "Du musst hier durch, hier kann man nicht anhalten!"
Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, aber das Ende des Elbtunnels war auf einmal da, mit dem rettenden Seitenstreifen auf dem ich erstmal einige Zeit verbrachte, um wieder zu mir zu kommen. Ein Panikanfall im Elbtunnel, und das wo ich dieses Wunderwerk der Technik doch noch ein paar Wochen dringend benötigte.
Ich schaffte es auf jedenfall heil bis nach Hause und gab mir im Sessel erst einmal eine Reiki-Behandlung um die aufsteigenden Ängste, die bei dem leeren Haus noch dazukamen, erstmal etwas zu beruhigen, damit ich schlafen gehen konnte.
Dadurch schaffte ich es erst einmal Ruhe vor den sich überstürzenden Gedanken zu bekommen, die mich ständig fragten: "Was ist, wenn Du jetzt was mit dem Herz hast? Was ist, wenn Dir jetzt schwarz vor Augen wird? Solltest Du nicht besser bei den Nachbarn vorbeigehen, und Bescheid sagen, dass sie in 1 Stunde mal vorbeischauen sollen? Wie soll das jetzt weitergehen?"
Ich schaffte es, die Kraft zu bekommen, um dann ruhig und fest zu schlafen, um das Problem in den nächsten Tagen ruhig anzugehen.

Angst - Es ist nicht so, dass ich das Gefühl nicht kannte, aber in dieser Wucht und Stärke hatte es doch schon ganz bedrohliche Züge angenommen.
Ich erinnerte mich an die Erzählungen meiner Mutter, dass ich als Kind bei Rotkäppchen und den Sieben Geißlein schon unter dem Tisch verschwunden bin.
Ich erinnerte mich auf einmal, dass ich das Gefühl, dass ich keine Luft mehr bekomme, schon einmal hatte, während meiner Schulzeit als meine Eltern abends zum Elternabend wollten, mussten sie stattdessen mit mir zum Arzt. Wobei ich mir den Grund dafür immer noch nicht erklären kann, denn als Klassenbeste hatte ich doch auf einem Elternabend nichts zu befürchten.
Auch als ich größer war, fühlte ich mich, wenn ich allein war, nur wohl, wenn ich mich in meinem Zimmer eingeschlossen hatte.

Doch jetzt war es anders, ich musste mich diesem Problem stellen, denn das nächste Wochenende kam immer näher.
Es gibt etwas, dass ich in den ganzen Jahren der Angst gelernt hatte: "Wenn Du meinst, dass es eine echte Ursache für Deine Angst gibt. Dann geh ihr auf den Grund, und schau ihr ins Gesicht."
Das hatte ich in den Jahren zuvor immer schon mit Erfolg so gehandhabt, d.h. immer wenn ich dachte, dass Einbrecher oder ähnliches im Haus waren, schnappte ich mir eine "Waffe", schaltete alle Lichter ein, und machte einen Rundgang im Haus. Danach hatte sich die Angst verflüchtigt und ich konnte in Ruhe weiter meiner Beschäftigung nachgehen oder schlafen.
Deshalb rief ich einen Freund an, damit er mich das nächste Wochenende durch den Elbtunnel fuhr.
Ich erinnerte mich an Murphy und versuchte mir vorzustellen, wie ich glücklich durch den Elbtunnel fuhr. Das machte mir nur erhebliche Probleme, da immer wenn ich die Augen schloss, ein schöner farbiger Film lief, in dem ich mit voller Wucht gegen die Elbtunnelwand prallte.
Dabei half mir aber ein anderes Buch von Murphy: "Dein Recht auf Glück. Der Triumph des positiven Denkens". In diesem Buch ist die wahre Bedeutung der Geschichten aus der Bibel erklärt, nämlich das was hinter den Bildern steht.
Daraus gefiel mir am besten das Gleichnis von David und Goliath: Dabei stellt Goliath die Angst dar, die immer und immer größer wird, wenn man ihr Raum gibt, und David das Gottvertrauen.
Ich versuchte daraufhin immer mehr Gottvertrauen in mir aufzubauen.
Indem ich mir immer wieder sagte, dass Angst nur eine Form von Verspannung ist, und ich nur ganz ruhig und entspannt sein müsste, schaffte ich es in den folgenden Wochen immer einen Schritt weiter zu machen, indem ich erst mitfuhr und dann in Begleitung fuhr, so dass ich jederzeit meinen Platz räumen konnte. Nach 4 Wochen hatte ich es geschafft, dass ich zwar noch mit einem mulmigen Gefühl, aber mit gutem Gewissen wieder durch den Elbtunnel fahren konnte.

Die zweite Lektion folgte sofort: "Lerne, dass Du genügend Energie für Dich selbst behalten musst."

Ich hatte immer wieder morgends das Gefühl, als ob das Bett vibriert. Aber ich konnte keine Ursache finden, obwohl die Heizung ausgeschaltet war, und auch draußen kein Fahrzeug vorbeifuhr, war die Vibration immer noch da. Es dauerte etliche Tage bis ich merkte, dass die Vibrationen von mir kamen. Da die Vibrationen immer stärker wurden, bekam ich schließlich Angst, so dass ich etwas tun musste. Da ich mir das ungläubige Gesicht eines Arztes lebhaft vorstellen konnte, suchte ich mir eine Heilpraktikerin. Diese stellte fest, dass ich sozusagen nur noch ein Nervenbündel war und mein Herz unregelmäßig schlug.
Das homöopathische Herzmittel (Löwe Komplex Nr. 10 Convallaria), das sie mir gab, wirkte sehr gut und vor allem schnell, so dass sich mein Herz auch nach großen Anstrengungen nach Einnahme der Tropfen sofort beruhigte.
(die wirkliche Ursache kommt erst hier)
Die Vitamin-B-Kur, die sie mit mir machte, hatte zwar für mich keinen merklichen Erfolg. Aber sie erinnerte mich wieder daran, dass ich zwei sehr gute Bücher über Vitamine im Regal stehen habe (Oberbeil: "Fit durch Vitamine"), und dass meine Phase mit Nahrungsergänzungsmitteln wie Lebertran-Kapseln und Bierhefe-Pillen schon längst vorbei war und ich eigentlich beschlossen hatte, mich natürlich zu ernähren. Das gelang mir zwar nur mit mäßigem Erfolg, d.h. es gab Vollkornbrot, Vollkornreis und Vollkornnudeln und möglichst jeden Tag ein Stück Obst, und in der Zeit als ich allein zu Hause war, waren meine Mahlzeiten noch eintöniger.
Deshalb beschloss ich mich gesünder zu ernähren. Ich verzichte möglichst auf Wurst und Fleisch und aß mehr Käse und vegetarische Aufstriche.
Jetzt setzte ich endlich den Plan um, selbst Sauerteigbrot zu backen, das Rezept hatte ich mir schon vor einem Jahr aus dem Internet rausgesucht gehabt. D.h. statt Fertigmischungen gab es jetzt Brot, dass nur aus Vollkornmehl, Wasser, Salz und Körnern bestand.

Zu Weinachten hatte ich DuMonts grosse Enzyklopädie Naturheilkunde bekommen, die ich nach spannenden Dingen durchstöberte.
So probierte ich die Ölziehkur aus, die ich 4 Wochen durchhielt, aber von der ich keine merklichen Erfolge bei mir verspürt habe.

Am spannendsten fand ich aber "Rolfing" - ein lustiger Name mit für mich großen Versprechungen, da dadurch Fehlhaltungen - dauerhaft - beseitigt werden sollen.
Da ich schon seit Jahren Probleme mit meiner Körperhaltung hatte, entschloss ich mich das auszuprobieren und ich machte einen Termin bei Martina Gisler.
Da ich sowieso sehr schmerzempfindlich bin, und schon bei der Akupunktur immer mit dem Schmerz zu kämpfen hatte, waren diese Sitzungen teilweise eine Tortur - es ist herrlich, wenn der Schmerz nachlässt.
Aber im nachhinein kann ich sagen: "Es hat sich gelohnt!"
Ich weiß nicht, ob jemand, der sich nicht jahrelang die gutgemeinten Predigten "Steh endlich gerade! Steck den Bauch nicht so raus!" (ohne zu wissen, wie man das eigentlich umsetzen soll) angehört hat, das glückliche Gefühl nachempfinden kann, das man hat, wenn man jetzt weiß, wie man gerade steht, und es auch hinbekommt, wenn man denn möchte und drauf achtet.
Der Weg dahin war teilweise gar nicht so einfach, denn als ich die ersten Male "gerade" hingestellt wurde, hatte ich das Gefühl, als stehe ich vollständig windschief und würde gleich wahlweise vorn oder hinten über fallen.

Da ich jetzt oft sehr bildhafte und viele Träume hatte, holte ich mir ein Buch über Traumdeutung: Vollmar: "Das Handbuch der Traum-Symbole".
Dieses hat mir sehr gefallen, da es sehr viele Interpretationsmöglichkeiten offen lässt und die Entscheidung, welches die wirkliche Bedeutung ist, meiner eigenen Intuition überlässt, da es nur vielfältige Denkanstöße gibt.

In der folgenden Zeit hat es mir oft gezeigt, wo ich was tun kann, um meine Probleme zu lösen.
Ich lernte meine schlimmsten Alpträume abzuschaffen.
Hast Du auch manchmal das Gefühl, dass du eigentlich wach bist und dann etwas Unangenehmes passiert und du dich nicht mehr bewegen kannst oder die Tür nicht mehr zuhalten kannst?
Diese Träume habe ich jetzt gelernt, gleich in der Anfangsphase, wenn ich spüre, jetzt geht es wieder los, zu entschärfen, in dem ich mich voller Vertrauen in Gottes Hände lege und voller Vertrauen feststelle: "Alles was passiert ist Gottes Wille und Gottes Wille ist immer gut."
"Mir kann nichts Schlimmes passieren, da Gott immer über mich wacht."

Im Februar hatte ich auf einmal das Gefühl, dass ich mehr über die Hintergründe der Wirkungsweise von Reiki erfahren musste und ich belegte einen Kurs in "Therapeutic Touch" bei Heike Rahn.
Während eines Wochenendseminars übte ich die Aura eines Menschen zu spüren. Durch spannende Partnerübungen lernten wir in der Aura zu lesen, welchen inneren Schutzwall der andere aufgebaut hatte. Wir erfuhren an uns selbst, dass Hellsichtigkeit funktionieren kann, und dass wir unserer Intuition vertrauen durften.
Mir wurde klar, dass alle Formen der geistigen Heilung, ob nun Murphys Macht des Unterbewusstseins, Reiki oder Therapeutic Touch auf derselben Essenz beruhen, die in verschiedenen Mänteln daherkommt.

Der Spruch aus dem jüdischen Talmud wurde von nun an mein ständiger Begleiter:
Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte.
Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Deine Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden Deine Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter,
denn er wird Dein Schicksal.

Doch trotz aller neuen Erkenntnisse hatte ich meine Lektion offenbar noch immer nicht gelernt. Nach einer Woche voller "Dies muss ich jetzt aber noch machen und das muss noch getan werden", in der ich etliche Warnsignale meines Körpers, der Pausen und Ruhezeiten wollte, ignoriert hatte, war ich zu Ostern völlig am Ende und vor Schmerzen nicht mehr in der Lage, das Fest der Auferstehung zu genießen.

Es war wieder ein Buch, dass das Licht am Ende des Tunnels darstellte: "Frauenkörper, Frauenweisheit" von Dr. med. Christiane Northrup half mir, meinen Körper besser zu verstehen. Ich begann zu begreifen, wie viel innere Weisheit in meinem Körper wohnt. Ich lernte, meinen chronischen Schmerz nicht mehr als lästig zu betrachten, nur weil die Medizin die oberflächliche Ursache bereits beseitigt hat, sondern ihn als Signal für die Tatsache zu verstehen, dass die wirkliche seelische Ursache noch besteht.

Der Körper benötigt keine sichtbaren Krankheiten um schon lange vorher auf Probleme aufmerksam zu machen. Ich verstand, dass ich den Schmerz als Herausforderung sehen musste, um aus diesem ewigen Kreislauf auszubrechen.

Das Buch "Die sanfte Schmerztherapie. Mit mentalen Methoden." von Cora Besser-Siegmund zeigte mir verschiedene Methoden, wie ich besser mit dem Schmerz umgehen kann.
Dadurch fiel es mir leichter den Schmerz zu akzeptieren, obwohl ich das Ziel des Buches, d.h. die Beseitigung des Schmerzes nicht für mich anerkannt habe. Ich hatte in der Zwischenzeit gelernt, dass der Schmerz nur ein Signal ist, und dass stattdessen die Ursache des Schmerzes beseitigt werden muss.

Es gibt dafür eine hervorragende Anekdote, die das sehr schön illustriert:
Stellen Sie sich folgendes Bild vor: Sie kommen als Kunde mit ihrem Auto zu einer Werkstatt. Sie sagen zu dem Monteur: "An meinem Auto blinkt immer eine rote Kontrolllampe. Können Sie das beheben?"
Die Antwort des Monteurs: "Es gibt da eine neue Methode. Ich schneide einfach nur die Drähte durch." würden Sie bestimmt sofort ablehnen, und sich eine andere Werkstatt suchen.
Dasselbe Bild finden wir aber tagtäglich in den Arztpraxen:
Sie sagen zum Arzt: "Herr Doktor mit tut ... weh?"
Die Antwort des Arztes: "Es gibt hier eine ganz neue Schmerztablette, die wird ihnen bestimmt helfen." finden wir stattdessen völlig normal. Warum eigentlich?

Akupressur hatte ich schon häufiger mal ausprobiert, aber die für die einzelnen Krankheiten zuständigen Punkte konnte ich mir einfach nicht merken. Außerdem hatte ich die Erfahrung gemacht, dass es meist nicht reichte, den einen zuständigen Punkt zu drücken.
In einem Buch über Akupressur (Akupressur. Schmerzfrei ohne Tabletten (Humboldt Taschenbuch (Koch))) las ich dann, dass es gar nicht so kompliziert ist, wo man drücken muss. Ich muss einfach nur meinen Körper leicht massieren, und aufpassen, welche Punkte schmerzhaft sind. Das sind dann die Stellen, an denen die Energie sich in den Meridianen staut, und die leicht massiert werden wollen.

Im Mai bekam ich dann von Marion Menger die Möglichkeit die Thaimassage zu erlernen. Dabei werden die Meridiane des Körpers massiert, wodurch der Energiefluss angeregt werden soll.

Die liebevolle Aufmerksamkeit, die ich dann durch fast tägliche Fuß- oder Handmassagen meinem Körper zukommen ließ, bekam ihm sichtlich gut.

Ein weiteres Buch kam durch Zufall in mein Leben: "Heile deinen Körper" von Louise L. Hay mit den seelisch-geistigen Gründen für körperliche Krankheit. Nachdem ich eine Seite mit meinen Krankheiten und Problemchen aufgelistet hatte, stellte sich heraus, dass alle scheinbar auf einer einzigen seelischen Ursache basierten: "Ich liebte mich selbst nicht". Das war auf den ersten Blick nicht ganz zu verstehen. Ich stellte mir die Frage: "Wie kann das sein? Wie konnte es dazu kommen?" Und eines morgens wurde es mir auf einmal klar. Ich hatte meinen negativen Glaubenssatz gefunden, der mir die meisten meiner Probleme eingebrockt hatte: "Ich muss immer stark sein. Schwäche zeigen ist schlecht. Andere bringen während der Periode ihre Höchstleistungen." Wie sollte man auch einen Körper lieben, der jeden Monat so einen Unsinn wie eine Menstruation hatte, die doch nur Ärger machte und völlig sinnlos war.
In ihrem Buch "Gesundheit für Körper und Seele" zeigt Louise L. Hay auch Methoden auf, sich selbst lieben zu lernen, die ich für mich ausprobierte.

Das Buch von Bärbel Mohr "Bestellungen beim Universum. Ein Handbuch zur Wunscherfüllung" bestätigte auf sehr unterhaltsame Weise den Spruch aus dem Talmud, also wie wichtig es ist, auf meine Gedanken zu achten. Die Kunst dabei ist nur, dass man beim Bestellen keine Erwartungshaltung aufbauen darf. D.h. man muss den Wunsch äußern (oder nur denken) und dann so weitermachen, dass es zwar schön wäre, aber doch nicht so wesentlich ist. Man muss dabei nur offen bleiben für die kleinen "Umwege", auf die man verwiesen wird, damit die Lieferung auch ankommen kann.
Das es funktioniert, hat sich bei mir an einem sehr schönen Beispiel gezeigt.

Im Januar war ich beim Stöbern im Internet unter www.eifel-heilung.de auf ein Wochenseminar für Geistheilung im Juni gestoßen, das mich sehr angesprochen hatte. Ich stellte mir vor, wie schön es wäre, zusammen mit meinem Mann in der Eifel Urlaub zu machen und dabei das Seminar zu besuchen. Deshalb schrieb ich mir die Adresse und den Termin auf, und vergaß es dann aber wieder. Als ich im April den Zettel wieder fand, war mir klar, dass ich den Urlaub vergessen konnte, denn mein Mann würde dabei niemals mitmachen.

Ende Mai kam die Idee auf, dass mein Mann im Juni eine Woche seine Eltern besuchen würde. Ich war über die Aussicht jeden Abend in ein leeres Haus kommen zu müssen, wenig begeistert und erinnerte mich auf einmal wieder an das Seminar. Und jetzt begannen sich die Zufälle völlig unglaubwürdig zu häufen. Das Seminar fand genau in der Woche statt, die mein Mann für seine Reise geplant hatte. Meinen eigenen Urlaub hatte ich bereits genau passend gelegt. Also schlug ich vor, während seiner Abwesenheit allein in die Eifel zu dem Seminar zu fahren. Und jetzt ereignete sich das für mich größte und unwahrscheinlichste Wunder: Mein Mann beschloss mit mir zusammen zu fahren.

Von dem Seminar waren wir begeistert. Es war unbeschreiblich, mir fehlen einfach die Worte, unsere Erfahrungen zu beschreiben.
Ich habe sehr viel über mich selbst und über die Hintergründe von Heilung erfahren.
Wir lernten dort die verschiedensten Methoden, die uns erleichterten, uns auf die geistige Heilung zu konzentrieren - wie das Ausleiten und Harmonisieren mit dem Pendel oder auch das Besprechen.
Das Beste dabei war die Atmosphäre des Verstehens und der gegenseitigen Verbundenheit.
Durch ein interessantes Experiment fühlten wir den Unterschied zwischen unserer bisherigen Sichtweise, die alle Menschen als einzelne, getrennte Wesen betrachtet, und einer neuen vollständig entgegen gesetzten Sichtweise, die in erster Linie die gemeinsame Essenz aller Lebewesen sieht.
Es war als spürte ich die Gegenwart Gottes, deshalb werde ich diese neue Sichtweise ab jetzt immer stärker auch im täglichen Leben umsetzen.
Außerdem verstärkte sich in mir der Wunsch anderen Menschen bei ihrer Heilung zu helfen, so dass ich mich entschloss, diese Seiten hier zu schreiben.

Im Monat danach verstärkte sich in mir der Wunsch durch gesunde Ernährung besser für mich selbst zu sorgen.
Alle bisherigen Versuche mehr Gemüse zu essen, endeten unweigerlich beim Vollkornbrot und dem Apfel für unterwegs, da es irgendwie schlecht auf die Reihe zu bekommen ist, wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin.
Ich versuchte alles, was nicht gut für mich ist, wegzulassen. Das führte jedoch dazu, dass ich nicht mehr so recht wusste, was ich denn nun auf mein Brot schmieren sollte, denn Wurst und Käse standen bereits auf der roten Liste.
Da mir in einigen Büchern schon die Makrobiotik empfohlen wurde, wagte ich jetzt endlich den Schritt und buchte eine Ernährungsberatung mit Kochkurs bei Marion Menger, obwohl die Aussicht auch auf Tomaten und Kartoffeln verzichten zu sollen, nicht gerade Begeisterung bei mir auslöste.
Die Zeit seitdem ist für mich ein interessantes Experiment am eigenen Körper. Es ist enorm, wie sich meine Geschmacksnerven verändert haben, was es alles für verschiedene Geschmacksrichtungen bei Gemüse gibt, und wo es auch süßen Geschmack gibt, ohne dass man gleich Zucker oder Honig verwenden muss.
Es ist spannend herauszufinden, was ich essen muss, um mich satt zu fühlen. Oder dass ich keinen Heißhunger auf Süßes bekomme, wenn ich weniger Salziges esse. Oder auch was ich essen muss, um nicht weiter abzunehmen, da ich es in meinen ersten Wochen sehr schnell geschafft hatte, von meinen wenigen 55 kg auf 51 kg zu kommen, obwohl ich den ganzen Tag immer gut gegessen habe.

Dabei ist das Hören und Verstehen der Intuition des eigenen Körpers eine täglich neue, spannende Herausforderung. Sie sagt mir, welche Nahrungsmittel er benötigt, und ich spüre, dass sie mich in die richtige Richtung führt.
Dabei hat mir das Buch von Steve Acuff: "Das makrobiotische Gesundheitsbuch" auch sehr geholfen, da es mir zeigte, dass es bei der Makrobiotik nicht darauf ankommt Dinge wegzulassen, sondern dass es wichtiger ist zu fühlen und zu wissen, wie die einzelnen Lebensmittel auf meinen Körper wirken, um den Körper immer in seiner Mitte zu halten oder wieder dorthin bringen zu können.

Wenn ich mir heute anschaue, wie sich mein tägliches Leben durch die Umstellung meiner Ernährungsgewohnheiten verändert hat, dann muss ich sagen, dass mir das mit meinen üblichen kleinen Schritten wahrscheinlich nicht so gelungen wäre.
Hätte man mir vorher gesagt, dass ich bereits morgens kochen müsste, um auch tagsüber vernünftige Mahlzeiten essen zu können, dann hätte ich mit Sicherheit gesagt, dass es bei mir nicht funktionieren würde.
Es war ein großer Schritt für mich, meinen Tagesplan von morgens 3 Scheiben Toastbrot mit Käse, Marmelade und Honig, tagsüber 4 Scheiben Vollkornbrot mit Käse oder vegetarischen Aufstrich und einem Apfel sowie einer vollen Mahlzeit zum Abend - vorzugsweise mit Fleisch -
zu ändern in ein Frühstück aus Getreidebrei und Gemüsesuppe und dem Kochen von Gemüsegerichten für den ganzen Tag.

Nach einer Weile stellte ich fest, dass das alles wohl doch nicht so einfach ist, wie die Makrobiotik behauptet, denn die Symptome deuteten immer wieder daraufhin, dass der Körper gleichzeitig nach zuviel Yin und zuviel Yang tendierte, aber auch nach zuwenig Yin und zuwenig Yang. Dann erinnerte ich mich an die 5-Elemente-Theorie der chinesischen Medizin. Diese ordnet jedem Element eine Yin- und Yang-Richtung zu, so dass ich darüber die Symptome besser zuordnen konnte. Das war am Anfang etwas schwierig, da die Makrobiotik die Begriffe Yin und Yang andersherum verwendet als die chinesische Diätetik, d.h. was beim einen Yin ist, ist beim anderen Yang und umgekehrt, aber mit ein bisschen Übung bekam ich auch das hin.
Außerdem ergänzte sich dieses Wissen hervorragend mit den Meridianen aus der Akupunktur.
Folgende Internetseiten zu diesen Themen haben mir dabei am besten gefallen:
Folgende Bücher zu dem Thema fand ich gut:
Beim Stöbern durch die Bücherregale fiel mein Blick auf einmal auf das Buch "Kinesiologie für die ganze Familie" von Franz Decker. Und ich erinnerte mich, dass uns im Geistheilungsseminar schon einige interessante Anwendungen aus dem Bereich der Kinesiologie gezeigt wurden. Das Buch war auf jeden Fall lohnend, denn es zeigte mir einige sehr einfache und effektive Übungen, wie man sich zwischendurch entspannen kann und wieder neue Kraft finden kann.



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