Dara Gudrun Müller - Selbstheilungsberatung

Mein Weg - Geh endlich los




Im November 2005 hatte ich dann das Gefühl als hätte Gott die Spielereien mit mir über, und als bekäme ich jetzt einen Tritt ins Hinterteil, damit ich mich endlich bewege. D.h. ich habe jetzt deinen Verstand mit Wissen gefüllt - nun tue es auch endlich.
Es traf mich sehr überraschend als bei der jährlichen Routineuntersuchung festgestellt wurde, dass ich eine große Vergrößerung am Eierstock habe, wahrscheinlich eine Zyste - aber etwas genaues kann man so natürlich nicht feststellen. Ich bekam die Formulare für die Einweisung in die Tagesklinik gleich mit, mit dem Hinweis, dass ich mir dort dringend einen Termin für die Bauchspiegelung holen sollte.
Die Gedanken, die mir durch den Kopf schossen, wollten sich einfach nicht beruhigen lassen. Es hat schon seine Probleme, wenn man mit der Erwartungshaltung hingeht, dass sich jetzt etwas positives zeigen müsste, nachdem man ein Jahr lang, sich mit positiven Gedanken gefüllt hat.
Sollte jetzt alles von vorn losgehen? Wieso muss man bei den Frauen eigentlich gleich immer den Bauch aufschneiden, um was zu sehen, beim Gehirn geht es doch auch so? Wegen den Schmerzen gehe ich ja schon seit längerem nicht mehr zur Schulmedizin, weil die Aussage, "Dann müssen wir halt die Gebärmutter entfernen, dann hören die Schmerzen auf.", nicht gerade mein Vertrauen in die Ärzte gestärkt hat.
In der Nacht beruhigten sich meine aufschäumenden Gedanken und ich fasste wieder Mut, meine Seele flüsterte mir zu: Hol tief Luft und behalte die Ruhe.
Du weißt jetzt, wie das geheilt werden kann - nun tue es. Andere haben es auch geschafft, dann schaffst Du es auch. Hast Du es Dir nicht so bestellt? Hast Du nicht gedacht, dass es schwierig ist, den Schmerz zu bekämpfen, weil es halt so weh tut? Wolltest Du nicht etwas wo man den Erfolg besser und schmerzfreier ablesen kann? Ist dafür so eine Zyste nicht gerade das Richtige? Sammle Dein Wissen - und heile Dich - Du schaffst es!

Ich nutzte also die folgenden Tage, um mir noch mal alles in Erinnerung zu rufen, was ich so gelernt hatte. Dabei stellte ich folgendes für mich fest:
(1) Die Spielereien mit der Ernährung und dem Yin und Yang sind zwar sehr schön, um den Verstand zu beschäftigen, zur wirklichen Heilung tragen sie aber nicht bei. Wichtig war, dass ich dabei gelernt habe, gesund und abwechslungsreich zu kochen - und mir auch jeden Tag was zu machen.
Für die Zukunft beschloss ich, einfach nur darauf zu achten, dass mein Essen abwechslungsreich mit möglichst viel Gemüse und wenigen Konservierungsstoffen und sonstigen E-Nummern ist, d.h. alle Geschmäcker, alle Farben und alle Zubereitungsarten sich abwechseln.
Und ganz wesentlich, dass ich darauf achte, worauf mein Körper Appetit hat, und das auch in Ruhe genieße.

(2) Ich beschloss, dass die Varianten mit Psychotherapie und allem was in der Vergangenheit rumwühlt, nicht das richtige für mich sind, da jedes Problem, was ich noch habe und was gelöst werden will, in der Gegenwart immer wieder vorbeikommt, bis ich es dann gelöst habe - d.h. ich brauche nur aufmerksam im Heute zu leben, und muss nicht die Vergangenheit auseinandernehmen.

(3) Ich stellte für mich fest, dass die einzige Chance auf Heilung darin besteht, die destruktiven Gedanken, die die Auslöser der Krankheit sind zu finden, und einfach nicht mehr zu denken.
Es hört sich eigentlich sehr einfach an, aber eigentlich bin ich doch ein fröhlicher, positiv denkender Mensch - die Ruhe in Person. Wo sollen sich dort solche Gedanken verstecken?
Das Problem ist, dass man diese Dinge so weit verdrängt, dass sie vom Bewusstsein nicht mehr gesehen werden, denn nur dann zeigen sie sich auch als Krankheiten im Körper.
Doch was sollte ich jetzt tun? Wenn ich wenigstens Zeit hätte, mich mehr um mich selbst zu kümmern, aber jetzt am Jahresende ist auf Arbeit massenweise Streß angesagt. Andererseits geht es vielleicht auch gerade darum, mit dem Streß fertig zu werden und gerade dadurch besonders effektive Varianten zu finden, mich um mich selbst zu kümmern.

Ich stöberte noch mal in meinen Lieblingsbüchern und auf einigen Internetseiten rum:
The Work of Byron Katie
Lieben was ist. Wie vier Fragen Ihr Leben verändern können
Geheimnisse der Gesundheit von Karma Singh
Die Macht Ihres Unterbewusstseins
Gesundheit für Körper und Seele
Frauenkörper, Frauenweisheit
JETZT! Die Kraft der Gegenwart. Ein Leitfaden zum spirituellen Erwachen

Daraufhin schrieb ich mir aus "Die Macht ihres Unterbewußtseins" Affirmationen für die Heilung meines Körpers zusammen, die ich immer morgens und abends mir zu Gemüte führte, danach legte ich mir abends die Hände auf - und morgends massierte ich meine Füße und Beine.

Weiterhin begann ich die Übungen aus "Gesundheit für Körper und Seele" Kapitel für Kapitel zu machen und nicht nur einfach zu lesen.

Als ein paar Tage später die Ergebnisse der Blutuntersuchung kamen, viel mir ein Stein vom Herzen - es wurde nichts auffälliges gefunden, außer eine Erhöhung des Wertes, der auf Endometriose hinweist - Hurra - es ist kein Krebs und nichts völlig gefährliches. Die Ärztin war zwar nicht gerade begeistert, dass ich nicht an mir rumschnippeln lassen wollte, aber meine Entscheidung stand fest - und nach dem Ergebnis erst recht.

Die Auswirkungen meiner Experimente ließen auch nicht lange auf sich warten. Die nächsten Wochen waren mit einem auf und ab der Gefühle verbunden, was oft nicht sehr angenehm war. - Aber ich wollte ja meine destruktiven Gedanken sehen und bemerken, wie ich es schaffe, mich innerlich selbst zu zerfleischen und mich nicht zu lieben. Die Antworten auf meine innerlich gestellten Fragen kamen manchmal auch mit einer Heftigkeit, die mich etwas erschreckte. Z.B. stellte ich mir die Frage, wem ich denn vergeben sollte, ich wusste nicht auf wen ich die Übung anwenden soll - dann hatte ich in der Nacht so einen heftigen Alptraum, dass ich aufwachte und erst wieder in Ruhe ins Bett gehen konnte, als ich die Übung gemacht hatte - sie hat wirklich geholfen gehabt.

Ich lernte zu spüren, dass hinter den Tränen, die mir manchmal scheinbar grundlos kamen, einfach nicht zugelassener Ärger und Wut waren - und dass wo ich mich doch eigentlich selten ärgerte und eigentlich nie richtig wütend war. - Ich lernte diesen Ärger und diese Wut einfach durch intensive Bewegung loszulassen, so dass ich mich dann besser fühlte.

Und siehe da - es funktionierte - ich hatte Weihnachten meine nächste Regel und KEINE Schmerzen. Ich war begeistert. Die Welt sah wieder rosig aus.



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