Als ich in einem Buch über die Beziehungen zwischen der Erde und den Menschen las, spürte
ich auf einmal, dass ein Teil der Schmerzen die Schmerzen der Erde sind, die ich
jahrelang verdrängt habe.
Die Wut und der ohnmächtige Schmerz aufgrund der Zerstörung der Natur, der Armut und der Kriege
hatte sich dort angesammelt und wollte raus.
Es hilft halt nicht, keine Nachrichten zu sehen und den Schmerz und das Elend zu ignorieren.
Mir wurde bewusst, dass ein Grund für meine Kinderlosigkeit wohl auch darin liegt, dass ich
meinen Kindern diese Welt nicht zumuten wollte, mit der Gewalt und Drogenabhängigkeit
schon an den Schulen.
Mir wurde, während ich so mit meinen Schmerzen im Bett lag und Gott nach der Funktion, die er mir
gegeben hat, befragte, bewusst, dass ich schon seit Jahren immer wieder in meinen Tagträumen
Kindern erzählte, wie die Welt so funktioniert.
Und ich erinnerte mich dann auf einmal an einen Artikel, den ich im
KGS-Heft gelesen hatte,
indem es um die Gründung von Lebensschulen ging.
Ich fühlte, dass das was dort stand mit meinen Träumen übereinstimmte.
In dem Vortrag, den
Marco Leonardo
ein paar Tage später in Hamburg hielt, entschloss ich mich kurzerhand auch Lebenslehrer zu werden.
Die Ausstrahlung von Ruhe und die Leuchtkraft seiner Vision und keine Ahnung, was sonst noch alles
auf unbewusster Ebene angekommen ist, führte in jedem Fall dazu, dass ich die Tage danach mehr Energie
hatte, um Dinge in Angriff zu nehmen.
Dadurch habe ich das Gefühl, was für die Zukunft der Erde zu tun, indem die Kinder lernen, als das zu leben,
was sie sind, trotz der "modernen" Gesellschaft rundherum.
Wie sie aus dem Teufelskreis der Perspektivlosigkeit und des blinden Folgens von Moden
und Trends ausbrechen können, um einfach nur glücklich und sie selbst zu sein.
Dabei war für mich interessant, dass es bei den Lebensschulen darum geht, die Fragen der Kinder und Jugendlichen
zu beantworten, das heißt, sie bestimmen Inhalt und Ablauf.
Es gibt Entspannung und Meditation, damit Lebensvision und Selbstbewusstsein nicht verloren gehen.
Durch Phantasiereisen wird die Vorstellungskraft gestärkt, was ausgleichend entspannend und harmonisierend wirkt,
aber auch wesentlich ist, da es genau die Vorstellungen sind, die uns auf unserem Lebensweg vorwärtsbringen.
Übungen, die den Gleichgewichtssinn fördern, wirken sich positiv auf alle anderen Sinne aus und bringen uns selbst in die
eigene Mitte, wie zum Beispiel Balancieren, Fühlübungen mit geschlossenen Augen, usw.
Das erinnert mich gerade an eine sehr spannende Ausstellung:
Dialog im Dunkeln
Alles was dazu dient den Gleichgewichtssinn zu fördern, macht uns zentriert, weil wir uns spüren,
wirklich im Körper sind und nicht im Kopf feststecken, und das wiederum unterstützt ein waches, weil gegenwärtiges
Bewusstsein.
Einfache Übungen, die Konzentration, Aufmerksamkeit, Gleichgewichtssinn fördern, führen dazu, dass der Lernprozess wieder
natürlich einfach wird, weil alle Sinne beteiligt sind.
Eine interessante Seite zu dem Thema ist auch:
Stiftung Lebensschule der Tepperwein Collection