Mein liebster Satz schon zu Jugendzeiten war: "Sport ist Mord". Da ich nie besonders schnell, gelenkig oder ausdauernd war, habe ich an sportlichen Aktivitäten nie besondere Freude gefunden. Ok, mal Schwimmen gehen oder Rad fahren am Wochenende machen schon Spaß, aber muss mehr wirklich sein? Das ich mich doch etwas mehr bewegen müsste, habe ich schon 1999 bemerkt gehabt, als meine Schulter- und Nackenschmerzen nicht mehr so recht weg gehen wollten. Dann habe ich mich doch endlich aufgerafft, und 2 mal die Woche Rückengymnastik im Fitnessstudio gemacht. Das habe ich dann auch 4 Jahre durchgehalten, aber es war immer ein muss, da dadurch die Verspannungen im Nacken weggegangen sind.
2004 gab es dann eine Sendung im Fernsehen über die Vorzüge des Bauchtanzes bei Regelbeschwerden und sonstigen Frauenbeschwerden. Daraufhin holte ich mir das Buch zur Sendung
Ich meldete mich dann bei der Volkshochschule zu einem Bauchtanzkurs an.
Jetzt verstand ich auch, warum die Übungen aus dem Buch so schwer umzusetzen waren, denn die Stellen am Körper, die sich dabei bewegen sollen - und dazu auch noch allein, die wussten gar nicht, wie das gehen soll. Zum Glück hatte der Kurs eher etwas mit Sport zu tun, als mit den Variationen, die man sich sonst darunter vorstellt, denn es dauerte schon eine ganze Weile, bis die Bewegungen sich so machen ließen. Und bis es die ersten einigermaßen anmutigen Tanzschritte gab, dauerte es bei mir schon 2 Jahre.
Auf jeden Fall habe ich so festgestellt, dass es auch Sport geben kann, der mir Spaß macht.
Daraufhin fing ich an nach sportlichen Betätigungen zu suchen, die mir auch Spaß machen, so dass ich dann die verschiedensten Hatha-Yoga-Kurse besuchte. Spannend dabei war, dass diese Kurse so verschieden waren, wie die jeweiligen Lehrer. Jeder richtet dabei sein Augenmerk auf verschiedene Aspekte, so dass ich nach und nach lernte, dass es beim Ausführen der Übungen kein richtig und kein falsch gibt, sondern dass es nur darum geht, sich mit Freude und Leichtigkeit mit seinem Atem zu bewegen und dabei zu fühlen, wie der Körper darauf reagiert.
Wesentliches Kriterium ist auch hierbei den Atem als Verbindung zum Universum zu verstehen und ihm mehr Beachtung zu schenken.
Die erste Hürde dabei war für mich, zu lernen wieder richtig zu atmen, nachdem ich jahrelang darauf geachtet hatte, dass sich der Brustkorb beim Einatmen hebt, musste ich jetzt erst wieder lernen, dass der Bauch sich beim Einatmen vorwölbt, da das Zwerchfell wesentlich beim Atmen mithilft und dadurch die Lungenkapazität viel größer wird.
Da ich beim Einatmen immer zuviel des Guten gewollt habe, und damit alles verspannt habe, hat es mir geholfen, mich besonders auf das Ausatmen zu konzentrieren, und das Einatmen der Natur zu überlassen. D.h. wenn ich mal wieder richtig tief atmen will, dann versuche ich beim Ausatmen alle Luft aus den Lungen rauszubekommen, in dem ich stoßweise wie eine Lokomotive ausatme und dabei den Bauch immer weiter einziehe, bis gar nichts mehr geht, dann pendelt sich der Atem danach automatisch richtig ein, ohne dass ich mich irgendwie anstrengen müsste.
Das hat außerdem den Vorteil, dass Abfall- und Schlackenstoffe mit abgebaut werden und dass die Energie wieder nach unten kommt, was besonders bei Kopfschmerzen hilfreich ist.
Spannend war auch, als ich es hinbekommen habe, im Laufe des Tages immer mehr auf meinen Atem zu achten, da ich dadurch bei Aufregungen immer gleich wieder ruhiger geworden bin. Dabei ist es eine besondere Herausforderung nur auf den Atem zu achten und ihn zu beobachten und nicht daran herumzukritisieren und unbedingt tiefer atmen zu wollen.
Bei den Yoga-Übungen merkte ich bald, dass es nur dann wirklich etwas bringen würde, wenn ich regelmäßig jeden Tag üben würde, aber da war wieder eines meiner Probleme - wo sollte ich diese Stunde hernehmen?
Dafür fand ich als praktische Kurzform, die 5 Tibeter, die ich dann Anfang 2005 etliche Wochen machte, bis ich dann aufgrund der Probleme, die ich dann bekam, aufhörte.
Jetzt nach einem Jahr habe ich auf einmal die Ursache meiner damaligen Probleme gefunden.
In dem Buch über Qi Gong von Daniel Reid
Dort gibt es auch Kapitel zu den "Nebenwirkungen" und den wahrscheinlichen Ursachen von vielen Dingen, die durch die Übungen passieren können. Dort fand ich auch auf einmal meine Vibrationen wieder, die mich Anfang 2005 so beunruhigt hatten.
Jetzt musste ich auf einmal feststellen, dass die Angst etwas gutes in eine Krankheit verwandelt hatte. Die einfache Ursache war nämlich, dass durch die Übungen, die Energie-Meridiane geöffnet wurden, und Blockaden gelöst wurden. Da der Körper diesen Energie-Fluss anfangs nicht gewöhnt ist und sich erst allmählich daran gewöhnen muss, kann es sich am Anfang als vibrieren anfühlen, so als wenn das Bett unter einem bebt.
Durch meine Angst und meine Vorstellung, dass es vielleicht etwas mit dem Herzen ist, ist es dann auch genau das geworden. Denn wie heißt es so schön: "Es wird genau das geschehen, was du am meisten befürchtest."
Mit diesem Wissen bewaffnet, habe ich jetzt wieder damit angefangen, morgends gleich nach dem Aufstehen, sozusagen zum munter werden, eine Auswahl von Übungen aus den 5 Tibetern und aus Shiatsu-Übungen zum besseren Öffnen der Meridiane kombiniert mit Übungen aus dem Yoga und dem Qi Gong zu machen, je nach Lust und Laune.
Hilfreiche Internetseiten dazu:
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