Dara Gudrun Müller - Selbstheilungsberatung

Mein Weg - Von der Bewegung zur Sinnlichkeit




Auf der Suche nach Möglichkeiten mich selbst mehr zu lieben, bin ich auch auf Tantra gestoßen. (Tantra oder Die Kunst der sexuellen Ekstase)

Das Unvollkommene in uns braucht unsere Liebe. Wenn es uns gelingt, das Unvollkommene in uns anzunehmen, so heißt es im Tantrismus, wird es den Charakter des Unvollkommenen verlieren und wir werden unsere Vollkommenheit in jeder Erscheinungsform des Lebens erkennen.
Dabei geht es darum, die Beziehung zu unserem eigenen Körper zu heilen, d.h. sich so im eigenen Körper anzunehmen und zeigen zu können, wie er ist. Das bedeutet, das Formen-wollen des eigenen Körpers nach einem Ideal aufzugeben und den eigenen Körper in seiner ihm eigenen Schönheit jenseits von gesellschaftlichen Normen zu erkennen und zu erfahren.

Es geht darum den eigenen Körper als Tempel Gottes zu sehen.

In dem Seminar "Im Feuer der Sinnlichkeit" vom Integralis Institut Hamburg lernte ich mich dem jeweiligen Moment ganz zu öffnen und meine eigene Sinnlichkeit zu erkennen. Dabei werden Bewegung, Atem und stimmlicher Ausdruck als die 3 Schlüssel des Tantra bezeichnet. D.h. durch tiefes, bewusstes Atmen zu spüren, was jederzeit im Körper vorgeht und die Energien damit bewusst zu lenken. Außerdem geht es darum, die Gefühle bewusst zu erleben und durch Bewegung oder die Sprache laut auszudrücken. Ein besonderes Erlebnis waren dabei die Spiele für die intuitive Begegnung und das gemeinsame Singen von Mantras.

Dabei ist die innere Haltung wesentlich: Kein Beurteilen, kein Einordnen, kein Benennen, kein Zweifeln.
Ein ja zum Leben in einem Klima von tiefem Respekt vor dem anderen Menschen als Teil der Schöpfung.

Eine besonders schöne Geschichte ist mir dabei im Gedächtnis geblieben, die ich hier versuchen möchte wiederzugeben, da sie sehr schön symbolisiert, wie man im Leben immer wieder die selben Erfahrungen macht, bis man lernt, eine andere Wahl zu treffen, um dann neue Erfahrungen zu machen:
"Ein Suchender kam an eine Kreuzung und überlegte welchen Weg er gehen sollte, er wählte den linken Weg.
Nach einer geraumen Weile fiel er in ein tiefes Loch.
Er rief laut, verwünschte die Welt und bemitleidete sich. Als das alles nichts half, begann er zu überlegen, wie er wohl wieder herauskommen könnte. Unter vielen Kraftanstrengungen gelang es ihm schließlich aus dem Loch rauszukommen und seinen Weg fortzusetzen.
Nach einer geraumen Weile kam er wieder an die Kreuzung und ging wieder nach links.
Er begann sich zu erinnern, dass dort irgendwo ein Loch war, und schon war er wieder hineingefallen.
Er ärgerte sich über sich selbst, aber er sagte sich, oh ich weiß ja, wie ich hier wieder rauskomme, und begann wieder herauszuklettern.
Einige Wochen später kam er wieder an die Kreuzung und ging wieder nach links, da er Tantriker war, suchte er sein Loch und sprang voller Freude hinein, und kletterte geschwind wieder heraus.
Als er einige Zeit später wieder an die Kreuzung kam, ging er nach rechts."




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