Dara Gudrun Müller - Selbstheilungsberatung

Mein Weg - Und bist Du nicht willig, dann geht's mit Gewalt




Es ist Oktober das Jahr 2006 neigt sich dem Ende entgegen und die spannende Frage kommt immer näher, ob ich es denn jetzt geschafft habe, die Zyste oder was immer das so war am Eierstock, die vor einem Jahr mit 7 cm diagnostiziert wurde, wegzubekommen. Ich hatte das ganze Jahr entsprechend dem Tipp, den ich bekommen hatte, es mit Osteopathie probiert. Die Schmerzen hatten sich auch gewandelt, waren sie am Anfang bevorzugt im rechten Hüftgelenk, sind sie über die linke Seite jetzt im unteren Lendenbereich gelandet. Diese Stelle ist nur noch grausamer als die vorherigen, da ich dadurch keine Energie hatte, irgendwas zu tun.
Wenn ich das grad so schreibe, fällt mir auf, dass die Richtung in die mein Körper mich die ganze Zeit über bringen wollte, vollkommen offensichtlich war, nur irgendwie wollte/konnte ich es nicht wahrnehmen. Erst hat er verhindert, dass ich weiterlaufen kann, und dann als er dadurch immer noch nicht die nötige Ruhe bekommen hat, hat er halt zu härteren Mitteln gegriffen.

Andererseits hat der Stress-Level bei der Arbeit in den letzten Monaten kontinuierlich zugenommen, da ich mich dort jetzt mit neuen Technologien, theoretischen Architekturansätzen und Plänen, wie es in Zukunft weitergehen soll, beschäftigen musste. Dinge, die ich als vollkommener Praktiker bisher immer anderen überlassen hatte. Doch diesmal musste ich mit ran, da es darum ging, Fehler der Vergangenheit nicht noch einmal zu machen, und meine gesamten praktischen Erfahrungen der letzten Jahre jetzt auf ein theoretisches Level angehoben werden mussten, damit wir eine tragfähige Basis für die Zukunft schaffen können. Dabei kostete mich die Diskrepanz zwischen technologischem Fortschritt und Wirtschaftlichkeit viel meiner Energie.

Und dann mitten in der heißen Phase kam der Schock, die Frage, ob sich die Zyste wenigstens etwas zurückgebildet hatte, beantwortete mir mein Körper auch ohne Arztbesuch, denn ich stellte eines morgends mit Erschrecken fest, dass sich die Zyste oder was immer es auch sein mochte, auf eine stattliche Größe vergrößert hatte, so dass ich auf der linken Seite eine schöne Handvoll spüren konnte, und auf der rechten Seite dasselbe nur um etliches kleiner.
Angst, vor dem was kommt, mischte sich mit dem Gefühl, versagt zu haben und der Frage, was soll ich nun tun, wie geht es weiter.

Ich weiß, dass meine Ansätze richtig sind. Ich weiß, dass jede Krankheit heilbar ist. Und das man dazu nur sein Denken und seine Sicht der Dinge umstellen muss. Doch warum hat es bei mir nicht funktioniert? Warum ist es in dem Jahr noch schlimmer geworden? Was habe ich eigentlich umgestellt? Was habe ich wirklich effektiv geändert in diesem Jahr? Alle guten Ansätze waren spätestens nach 2 Monaten durch irgendeine (eingebildete?) Stressphase wieder verschwunden. Habe ich mich vielleicht bloß hinter dem "Ich heile mich selbst" versteckt, um irgendwelchen Dingen nicht ins Auge sehen zu müssen, wie ich es grad bei Barbara Ann Brennan in Licht-Heilung gelesen hatte?

Ich weiß, dass alles was wir erfahren nur durch unsere Gedanken verursacht wird. Welches waren aber meine Gedanken?

Mein Ziel, welches ich deutlich oben bekannt gab, war Heiler zu werden.
Ich wusste aber auch, dass es eine notwendige Vorbedingung dafür gab: "Ich musste mich selbst heilen.".
OK, ich muss gestehen: "So richtig hattte ich damit noch nicht angefangen."

Ich war Anfang Oktober bei einer herrlichen Meditation in der St. Petri Kirche Dabei lernte ich folgendes hervorragende Gebet kennen, welches durch Atem- und Körperübungen vervollständigt wird:
Gebet mit Körper, Geist und Seele (nach Klaus von Flüe)
(jeder Teil 3 mal)
Gebet Atem/Körper Erläuterung
MEIN GOTT Einatmen - Ausstrecken Ich führe die fast aneinander gelegten Hände senkrecht nach oben, bis Arme und Hände sich zum Himmel strecken.
DU Ausatmen - Kreis abwärts Ich führe Hände und Arme in großen Halbkreisen seitlich herunter neben den Körper.
MEIN LEBEN Einatmen - Kreis aufwärts Ich führe Hände und Arme in großen Halbkreisen wieder nach oben über den Kopf.
NIMM ALLES VON MIR Ausatmen - Große Verbeugung Ich führe die Hände, Arme, Kopf und Leib im großen Halbkreis vorwärts zum Boden herab, die Knie sind locker.
WAS MICH HINDERT Einatmen - Sich aufrichten Ich richte meinen Leib und zuletzt auch den Kopf langsam wieder auf.
ZU DIR Ausatmen - Kugel Meine Hände formen eine unsichtbare Kugel vor meiner Körpermitte (die Größe der Kugel wird jeden Tag anders sein).
MEIN GOTT Einatmen - Ausstrecken
DU Ausatmen - Kreis abwärts
MEIN LEBEN Einatmen - Kreis aufwärts
GIB ALLES MIR Ausatmen - Herabstreichen Meine Handflächen sind geöffnet zu mir und streichen langsam von oben herab bis zu meiner Körpermitte, ohne dass sie mich berühren.
WAS MICH FÖRDERT Einatmen - Schale Meine Hände und Arme bilden eine weite Schale vor meiner Körpermitte.
ZU DIR Ausatmen - Kugel
MEIN GOTT Einatmen - Ausstrecken
DU Ausatmen - Kreis abwärts
MEIN LEBEN Einatmen - Kreis aufwärts
NIMM MICH MIR Ausatmen - Große Verbeugung Ich führe die Hände, Arme, Kopf und Leib im großen Halbkreis vorwärts zum Boden herab, die Knie sind locker.
UND GIB MICH GANZ ZU EIGEN Einatmen - Umarmung Ich richte mich auf und breite meine Arme weit zu den Seiten aus.
DIR Ausatmen - Kugel
AMEN

Dieses Gebet führte ich die folgenden Wochen immer wieder aus. Diese Verbindung von Gebet, Atem und Körperbewegungen hat scheinbar auch eine enorme Durchsetzungskraft, dass was in Bewegung kommt. (OK, diese Lawine war zwar nicht unbedingt vorhersehbar. Aber was bleiben mir für Möglichkeiten, wenn es anfängt zu rutschen?)

So ein großes Ding im Bauch hat natürlich auch seine Vorteile. Ich sehe endlich, ob etwas hilft. Ich kann mit meinen eigenen Händen jeden Tag aufs neue Erspüren, ob ich mich der Ursache des Problems nähere. Und diese musste ich jetzt unbedingt finden, bevor es noch schlimmer wird. Hatte ich das nicht bestellt?
Beim Blättern in meinem Tagebuch fand ich als letzte Bestellung am 23.9.2006: "Mir ist heute bewusst geworden, dass ich oft nicht das mache, was ich will, sondern das was ich denke, was die anderen von mir erwarten. Das ist irgendwie schon immer so gewesen, da ich große Angst hatte, dass ich nicht geliebt und akzeptiert werde, wenn ich nicht nach den Vorstellungen der anderen handle.
...
Ich möchte mich von diesem Muster lösen, bitte, helfe mir dabei. Danke.
Ich mache das was ich jetzt tue, weil ich es jetzt will und weil ich gerade Lust darauf habe."
Mist, ich hatte die Bestellung schon wieder ganz vergessen gehabt, und beim Bestellen auch nicht daran gedacht, dass ich nur das Ziel/Ergebnis bestimmen kann, und nie den Weg. OK, das scheint also mein Weg zu sein. Sagten nicht auch gewisse Voraussagen in den letzten Monaten, dass mein Weg ein Hoch und Runter sein wird? Ich hatte scheinbar einen Tiefpunkt erreicht und jetzt ging es darum den Ausstieg aus dem Loch wieder zu finden.

Doch was nun? Wie sollte ich ihn gehen? Was sollte ich tun?
Ich erinnere mich wieder an die Geschichte aus dem Tantra-Seminar, wo es hieß: "Er kletterte freudig wieder aus dem Loch, denn er wusste ja jetzt wie es geht, wie er wieder herauskommt."

Ich brauchte dringend jemandem zum Reden, der auch meine Ansichten von Krankheit und Heilung vertritt. Denn was jeder "normale Mensch" zu diesem Thema sagen würde, konnte ich mir sehr gut vorstellen. Aber das "Hände über dem Kopf zusammenschlagen", die missbilligenden Blicke und drohenden Worte konnte ich jetzt aber nicht gebrauchen. Ich brauchte jemanden, der MEINEN Weg unterstützt und nicht jemanden, der mir seinen Weg aufzwingt.

Beim Blättern durch das KGS-Heft bin ich dann auf Lars Ole Giza und seine Heilungszeremonien inspiriert durch das Buch "Ein Kurs in Wundern" gestoßen.
Das hörte sich gut an, denn die Aussagen des Buches spiegeln genau meine Sichtweise wieder. Der Kurs selbst war zwar nichts für mich, weil ich dazu mehr als 1 Jahr lang jeden Tag eine bestimmte Übung hätte machen sollen und im Durchhalten vorgegebener Wege bin ich nicht besonders gut. Ich will lieber meinen eigenen Weg gehen und meine eigene Wahrheit finden. Da ich brennend die Tage gezählt habe, die ich schon geschafft hatte, und mein Verlangen durchzukommen größer war, als jeden Tag einfach nur zu leben, habe ich es nach 3 Monaten aufgegeben gehabt, da es meiner Meinung nach nicht dem Ziel entsprach. Es muss einen kürzeren, einfacheren und praktischeren Weg geben, um das Ziel zu erreichen. Das Buch zu lesen ist schon eine Herausforderung, die einem viele Erkenntnisse beschert, aber halt eher für einen geeignet, der auch die Bibel vollständig durchlesen würde, was ich auch noch nicht geschafft habe.

Nachdem ich an einer Heilungszeremonie teilgenommen hatte, wusste ich, dass ich hier jemanden gefunden hatte, mit dem ich über die Dinge reden kann, und der mich auch unterstützen kann, so dass ich dort Einzelsitzungen nahm.
Eben als ich die Links dafür in Google suchen wollte, wurde mir auf meiner Startseite folgendes passende Zitat angezeigt: "Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?" (Vincent van Gogh)

Und ich wusste, dass ich viel riskierte und alles auf eine Karte setzte, zumal ich noch nicht die leisete Ahnung hatte, wie ich an die Ursachen rankommen sollte. Die Energie wollte nämlich grad überhaupt nicht fließen und es fühlte sich alles wie eine riesige Blockade an. Wie sollte ich nur an die Ursache kommen, wenn ich nicht mehr in meinen Körper reinkam?

Durch Barbara Ann Brennans Buch Licht-Heilung wusste ich, dass es sich wahrscheinlich um Gefühle handelte, die nicht zugelassen werden. So lernte ich in den nächsten Wochen meine Gefühle zuzulassen und immer wenn sie hochkamen einfach ihnen Aufmerksamkeit zu geben und in sie hineinzuatmen. Es ging nicht mehr darum "richtig" zu denken, sondern einfach alles geschehen zu lassen, was geschieht, und dem Leben keinen Widerstand mehr entgegenzubringen.

Das Ergebnis reichte dann von wildem Verprügeln der Bettdecke bis zu apathischem Hören der Meditations-CD "Einverstandensein", weil gar nichts mehr ging. Zwischendurch versuchte ich durch geführte Reiki-Meditationen meinen Energielevel etwas anzuheben, auch wenn ich nicht spürte, dass da irgendetwas an Energie floss. In den wöchentlichen Sitzungen hatte ich jetzt so immer ein Feedback, dass es sich positiv entwickelte, was ich selbst in dem ganzen Trubel, den ich scheinbar in meinem Inneren losgetreten hatte, leicht übersehen konnte.

Es gab auch ein erstes Erfolgserlebnis, dass mich optimistisch stimmte, weil es zeigte, wie schnell der Körper auf geändertes Denken reagiert: Und zwar hatte mein Mann zu dieser Zeit auch gesundheitliche Probleme und ich versuchte ihn von meiner Variante von Heilung zu überzeugen - während dieser Zeit fing es in meiner rechten Seite zu wachsen an.
Nachdem mir aufgefallen war, dass ich damit in mein altes Muster als "Vernehmungsbeamter" falle, hörte ich mit den Predigten auf, und ließ ihn seinen Weg gehen.
Wunderbarerweise war dann am nächsten Tag der Tumor wieder auf seine alte Größe geschrumpft. Ich war begeistert.

Lars Ole Giza machte eine Aussage, die mich unangenehm berührte. Er sagte, dass meine Seele mich verlassen hätte. Daraufhin setzte ich mich hin und schrieb einen Brief an meine Seele:
Liebe Seele,
Ich möchte Dir endlich mal einen Brief schreiben.
Ich weiß, dass ich mich lange nicht um dich gekümmert habe. Aber das möchte ich heute und jetzt ändern. Irgendwann in meinem Leben hatte ich vergessen, dass es dich gibt.
Ich wusste nicht mehr, dass es einen Gott gibt, dessen Teil ich bin. Ich hatte vergessen, wer ich wirklich bin. Aber das möchte ich jetzt ändern. Ich möchte wieder in lebendigen Kontakt zu Dir treten.
Ich weiß jetzt, dass ich keine Angst mehr haben brauche, weil es Gott gibt. Gott wird dafür sorgen, dass mir nur Gutes geschieht und dass nur Gutes durch mich geschieht.
Liebe Seele, wie kann ich mich Dir wieder nähern? Ich vergebe mir, damit auch Du mir vergibst.
Lieber Gott, ich bitte Dich um Heilung.
Bitte helfe mir dabei, wieder Kontakt zu meiner Seele und zu meinem Lebensplan zu bekommen.
Ich möchte Dein Diener werden.
Ich möchte, dass mein Wesen ein lebendiger Ausdruck Gottes ist.
Ich möchte nur das, was Du auch willst.
Ich trenne mich voll Freude von meinen einschränkenden Ansichten, damit Deine Visionen durch mich Wirklichkeit werden.
Ich liebe Dich. Bitte sage mir, was Du von mir wünscht.
Was möchtest Du tun oder erreichen?
Du möchtest einfach nur sein?
Wie kann ich das aber machen?
Ich habe das nicht gelernt. Kannst Du mir dabei helfen?
Ich danke Dir dafür.
Was möchte mir der Tumor in meinem Unterleib sagen? Welche Wunde kratze ich immer wieder auf?
Er drückt heute wieder ganz enorm hinten auf einen Nerv. Ich habe Angst. Denke ich wirklich immer an die Arbeit, weil ich mich nicht gut genug fühle? Du gibst mir doch immer wieder gute Ideen dafür. Warum müssen meine Gedanken, aber immer wieder darum kreisen? Ich fühle gerade die Spannung in meiner Lendenwirbelsäule. Kommt das wirklich daher, dass ich mich nicht unterstützt fühle? Es stimmt schon, dass ich immer wieder das Gefühl habe, ein Einzelkämpfer zu sein, und es unbedingt allein hinbekommen zu müssen. Dabei stimmt es doch gar nicht. Ich bin doch nur ein Teil des Ganzen. Und dann gibt es ja auch noch Gott. Warum muss ich mich immer so in den Vordergrund drängen? Kann ich nicht alles einfach seinen Gang gehen lassen und auf Gottes weise Entscheidungen vertrauen?
Wie kann ich lernen einverstanden zu sein? Eigentlich müsste es doch ganz einfach sein. Warum tue ich mich damit so schwer?
Ich liebe Dich doch so, aber wie kann ich Dir das zeigen?


In den folgenden Tagen wurde mir dann bewusst, dass ich Gott am besten liebe, wenn ich mich selbst liebe, da ich ein Teil von Gott und Gott ein Teil von mir ist.
Ich sehe auch schon seit Monaten an meinen Symptomen, dass mein Hauptproblem ist, dass ich mich nicht liebe.
Dabei hätte ich aber felsenfest von mir behauptet, dass ich das doch tue.
Erst jetzt ist mir so richtig bewusst geworden, dass es ja wohl nicht Liebe sein kann, wenn ich mir nicht die Zeit nehme, die Dinge zu tun, von denen ich weiß, dass sie mir gut tun. Scheinbar sind alle anderen wichtiger und mehr wert als ich. Es ist bestimmt nicht eigene Wertschätzung, wenn ich mich nicht so nehme wie ich bin, und akzeptiere, dass ich jetzt gerade mich ärgere und wütend bin. Warum kann ich nicht einfach in mich hineinfühlen, sondern muss ständig an mir rumkritisieren, dass ich doch jetzt nicht wütend sein sollte? Sind meine Gefühle es etwa nicht wert beachtet zu werden?

Nach einem Monat Ende November spitzte sich das Ganze so zu, dass ich regelmäßig 2 Tage die Woche so krank war, dass ich es einfach nicht schaffte zur Arbeit zu gehen, weil erst Schmerzen und dann eine Erkältung mich im Bett gefangen hielten. Außerdem wurde das Teil an der linken Seite auch immer größer.
Doch endlich hatte Gott/mein Körper oder wie man es auch nennen will, es geschafft: Ich stellte die Prioritäten um. Es ging nicht mehr darum mich neben meiner täglichen Arbeit zu heilen, sondern ich setzte mich und meine Gesundheit an die erste Stelle.
Ich formulierte meinen Architekturvorschlag und meinen Vorschlag für einen Weg für die Firma und gab die Verantwortung darüber, dass sich alle Parteien einigten ab, denn jetzt hatte ich wesentlicheres zu tun:
"Ich musste mich selbst heilen."
Ich setzte mir erstmal ein festes Ziel: "Ich schaffe es, dass bis Ende Januar 2007 die Tumore/Zysten, oder was auch immer es sind, verschwunden sind."
Das sind 2 Monate. Da der Körper maximal 6 Wochen braucht, um jede Zelle neu zu erzeugen, müsste das realistisch sein, wenn ich es in 2 Wochen schaffte, an die Ursachen zu kommen.

Dann besorgte ich mir eine Krankschreibung, die mir mein Hausarzt auch ohne langatmige Vorträge über Risiken und Nebenwirkungen gab, wofür ich sehr dankbar war. Aber wahrscheinlich habe ich mein Ziel sehr überzeugend vorgetragen.
So saß ich dann am Samstag morgen in meinem Bett und überlegte, wie ich die Zeit jetzt am effizientesten nutzen sollte. Aber diese Überlegungen waren umsonst, da ich keine Wahlmöglichkeit mehr hatte.
Ich war am Freitag abend nämlich noch, die Warnsignale meines Körpers überhörend, zur Weihnachtsfeier gegangen und der viele Rauch und das laute Sprechen hatten seine Wirkung nicht verfehlt: Ich war vollkommen heiser.
Das hatte den Vorteil, dass ich es jetzt auch zuhause schaffte die Prioritäten umzustellen, d.h. mich und meine Gesundheit an die erste Stelle zu setzen.
Ich baute mir eine Meditationsecke und setzte mich hin - und das wars. Mehr war nicht mehr möglich. Lesen konnte ich nicht - denken konnte ich nicht - ich konnte einfach nur dort sitzen und glücklich vor mich hinschauen oder die Augen schließen.
Im nachhinein gesehen ist es schon ganz spannend - man versucht die ganze Zeit über zu meditieren, und nimmt sich aber im Endeffekt nicht die Zeit dazu - und dann wenn man die Kontrolle aufgibt, sorgt Gott schon dafür, dass man meditiert. Ist das nicht abgefahren?
So ging das eine ganze Woche. Ich stand nur auf, um mir was zu essen zu machen, denn sich Gutes zu tun, gehört dazu, wenn man sich selbst lieben möchte.
Ich entsann mich dabei an das Grundprinzip der Makrobiotik, dass nicht wie oft angenommen darin besteht, dass man vegetarisch und japanisch/chinesisch essen sollte, sondern: "Höre auf deinen Körper, er wird dir sagen, was du brauchst."
So bereitete ich mir immer die Sachen zu, wonach mir grad war, und worauf ich Appetit hatte.
Außerdem bemühte ich mich mit mehr oder weniger großem Erfolg viel zu trinken, um meinen Körper bei der Entschlackung zu unterstützen.

Kurz vor meiner Auszeit erinnerte ich mich an einen Artikel, den ich mal vor langer Zeit aus dem KGS-Heft geschnitten hatte.
Dort berichtet Brandon Bays, dass sie das selbe Problem wie ich hatte, nur um einiges schlimmer, und wie sie es geschafft hatte. Ich kaufte mir am nächsten Tag das Buch "The Journey. Der Highway zur Seele." und verschlang es. Da meine Versuche durch alle meine emotionalen Schichten durchzukommen nicht ganz erfolgreich waren, suchte ich im Internet nach Therapeuten in Hamburg, die das anbieten und fand so zur Naturheilpraxis Katin Reger. Mit Spannung erwartete ich den Termin, denn nach dem Buch, soll man durch so eine Journey zu seiner Quelle geführt werden.
Aber irgendwie war es bei mir scheinbar anders als bei den anderen, denn anstatt zu meiner Quelle zu kommen, drehte ich mich mit meinen Gefühlen immer wieder im Kreis ohne recht zu begreifen warum oder wie ich da raus kommen sollte.

In der folgenden Woche sollte ich dann aufschreiben, welche Talente und Fähigkeiten mir bei meiner Heilungsreise behilflich sind. Mit dieser Zusammenstellung mühte ich mich tagelang ab, und löcherte auch alle anderen, wo sie wohl meine Talente und Fähigkeiten sehen würden. Dadurch wurde die Seite zwar schnell voll, aber ich hatte immer noch das Gefühl, dass das Wesentliche fehlte. Dann dachte ich darüber nach (oder meditierte darüber?) was mir zu meiner Heilung helfen würde. Dabei kam ich darauf, dass es zwei wesentliche Talente und Fähigkeiten sind, die ich bisher vergessen hatte: Mein fester Glaube, der auf Wissen beruht, und meine gute innere Führung.
Und dann nach einer Woche kam mir mitten in der Nacht auf einmal die Erleuchtung, was während meiner Journey passiert ist.

Die Erkenntnis war eigentlich sehr einfach: Ich hatte nicht auf meine innere Führung gehört, sondern versucht es so zu machen, wie es wohl richtig ist, d.h. anstatt auf meine eigene innere Stimme zu hören, fragte ich mich immer wieder, ob es nun richtig ist, dass ich mich dabei bewege oder nicht. Ich erinnerte mich auf einmal wieder an die Definition des "Vernehmungsbeamten" in den Prophezeiungen von Celestine: Zieht dich von deinem eigenen Pfad, nur weil du dich danach beurteilst, was er denken könnte
D.h. durch die ganz einfache, theoretisch richtige Bemerkung "Stell die Füße wieder auf die Erde, damit du besser geerdet bist" hatte sie mein Drama ausgelöst, da ich widerstrebend gehorchte, obwohl meine innere Stimme sagte, dass ich die Beine jetzt besser anziehen sollte. Im folgenden kam es dann in meinem Kopf zu dem Dialog, der immer wieder fragte, darf ich mich jetzt nun bewegen und demzufolge zu einem Hin- und Hergerissensein zwischen meinem Verstand und meiner inneren Stimme.

Die Quintessenz meiner Probleme formulierte sich ganz einfach:
Es klappt immer dann nicht, wenn ich nicht auf meine innere Stimme höre.
Wenn meine innere Stimme dem widerspricht, was von außen von mir erwartet wird.
Dieser Widerspruch erzeugt das Gefühl "Nicht gut genug zu sein" "Es nicht richtig zu machen".
Das ist der Widerspruch, der mich hin- und herzieht. Einerseits das Vertrauen auf die innere Führung. Andererseits aber der Wunsch es den anderen Recht machen zu wollen, alles richtig machen zu wollen.

Ein weiteres Problem ist mir dabei auch noch bewusst geworden, und zwar die Unsitte immer über meine Grenzen zu gehen, d.h. anstatt meinem Gefühl der Kraftlosigkeit nachzugeben, dem Gefühl Raum zu geben, und damit neue Kraft zu schöpfen, versuche ich immer fertig zu werden oder dieses und jenes muss noch vorher gemacht werden. Dieser Kampf gegen das Gefühl kostet nur noch mehr Kraft, und ich wäre manches mal doch eher fertig, wenn ich nur mal eine Minute innegehalten hätte und meinem Körper die geforderte Ruhe gegeben hätte.

Während der Heilsitzung am darauffolgenden Tag hatte ich dann das Gefühl, als wenn es in meinem Unterleib kocht und hinterher erzählte mir Lars Ole Giza, dass sich die Tumore/Zysten in meinem Energiefeld aufgelöst hätten. Ich war überglücklich. Ich hatte also die Ursache gefunden. Es begeisterte mich, dass der Erfolg sich dabei so rasch einstellte.
Danach verabschiedete ich ihn bei Katin Reger noch auf der mentalen Ebene durch ein ganz nettes Spiel: Ich sollte meinen Tumor vor mich stellen, so wie es sich richtig anfühlt. Dann sollte ich mich an die Stelle meines Tumors stellen und mich in ihn hineinfühlen. Dann sollte ich als Tumor mir selbst sagen, was noch gesagt werden will.
Dabei spürte ich eine große Trauer in mir aufsteigen und die Tränen kamen mir. Unter diesen Tränen verabschiedete sich der Tumor von mir, und erzählte, dass ich nun mir selbst Liebe geben müsste, weil er nicht mehr da sein wird.
Auf die Frage, seit wann er denn schon bei mir ist, antwortete er, dass er gekommen ist, als ich ein junges Mädchen war, weil ich mich nach Liebe gesehnt habe, ist er gekommen, um mich zu lieben, um mir Liebe zu geben.
Aber ich konnte oder wollte die Liebe nicht sehen. Alle Versuche, die er unternommen hatte, um mir zu sagen: "Ich bin doch da. Ich liebe dich doch.", hatte ich ignoriert, so dass er immer lauter geworden ist. Schließlich habe ich ihn sogar rausschneiden lassen. Aber er ist wieder gekommen, er konnte mich doch nicht allein lassen.
Es war schon sehr bewegend für mich.

Wie die folgenden Tage waren? Kannst Du Dir eine Großbaustelle vorstellen? Das Dumme war nur, dass sich diese in meinem Unterleib befand. Ich wusste ja, dass jetzt die Zellen repariert werden mussten, und dass es dort sehr viel zu tun gibt. Also übte ich mich wieder mal im "Einverstandensein", und ließ die Meditations-CD im Dauerbetrieb heiß laufen.

Jetzt war das Jahr 2006 zu Ende und ich setzte mich hin und zog Bilanz. Was hatte ich geschafft? War mein Ziel erreicht?
Die Tumore/Zysten sind aus meinem Energiefeld verschwunden und auch sonst fühlte sich mein Energiefeld gut an. Ich hatte jede Menge Energie Dinge zu erledigen und ich schaffte es schnell wieder meinen Energielevel zu erhöhen.
Aber dummerweise schien sich auf der physischen Seite nichts Sichtbares zu tun. Nicht mal mit sehr viel Phantasie konnte ich behaupten, dass dort irgendetwas kleiner geworden ist. Außerdem hatte ich meine "Quelle" immer noch nicht gefunden und auch die Last, die ich auf meinen Schultern spürte, war nicht sonderlich weniger geworden.
Ich scheine also etwas wesentliches noch nicht gefunden zu haben. Aber was war es?
Ich suchte einfach mal auf gut Glück im Internet nach "Was lastet auf meinen Schultern" und landete dann auf einmal bei den verlorenen Seelenanteilen. Und auf meine Frage, wie man denn seine Seelenanteile wieder zurückholt, landete ich dann bei Soullight. Das hörte sich sehr gut an, vor allem die Aussicht, dass man es selbst machen kann und keinen Schamanen o.ä. dazu braucht. Der Haken war nur, dass es doch etwas weit weg war. Aber auf den Seiten gibt es schöne Beispiel-Downloads von Meditationen, die ich einfach machte.
Die Erfahrungsberichte der Seelenrückholung hörten sich für mich eigentlich recht einfach an, es waren doch auch nur Meditationen. Also setzte ich mich hin und begann nach meinem Krafttier zu fragen.
Das Bild, was sich mir dann zeigte, war eine Krähe oder ein Rabe, für mich eigentlich nicht das Tier, was sonst bei meinen Meditationen zugegen ist, aber es sollte so sein.
Sie gab mir mit auf den Weg, dass das Wesentliche mein Herz und die Liebe sind, die mir die Antworten auf dieser Reise bringen werden.
Ich ließ mich also darauf ein, und begann der Krähe nachzufliegen, es ging über eine weite Strecke vorbei an schwarzen, spitzen Bergen und über tiefe Schluchten, bis es in einen Berg in eine tiefe Höhle ging.
Dort fand ich einen leblosen Körper. Da er mir zu schwer war für den Rückflug, stellte ich mir vor, dass ich ihn in mein Herz nehme und dann auf der grünen Wiese in meinem Inneren zwischen lauter Blumen legte.
Auf die Frage, wer er denn sei, bekam ich die Antwort: deine Kreativität.
Ich versprach ihr mich jetzt mehr um sie zu kümmern.

Ich erinnerte mich, dass man sagt, dass die Kreativität im Unterleib sitzt - bei Frauen in der Gebärmutter. Ich freute mich, dass die Teilaspekte meiner Kreativität, die ich scheinbar dort unten vergrault hatte, jetzt wieder zu mir kommen wollten.
Auf einmal hatte ich auch das starke Bedürfnis, dies hier alles niederzuschreiben und damit auch meine Gedanken etwas zu sortieren.
Und als ich mich 3 Tage später wieder auf meine Kreativität konzentrierte, die ich ja auf meiner inneren Wiese liegen gelassen hatte, da tanzte diese mit mir.

Jetzt begann auch meine Periode und ich erinnerte mich an die Erzählungen, dass dadurch eine Frau jeden Monat neu geboren wird und dies eine hervorragende Möglichkeit darstellt, um alte Schlacken zu entfernen.
Vielleicht werden sie ja dabei entfernt?

In der nächsten Heilsitzung wurde ich daran erinnert, dass ich viel schneller ans Ziel kommen würde, wenn ich mich nicht auf meine Probleme, sondern auf meine Vollkommenheit konzentrieren würde.
Dabei wurde mir bewusst, dass die Tumore/Zysten ja nicht verschwinden konnten, da ich sie die ganze Zeit mit Energie gefüttert hatte, in dem ich mich darauf konzentrierte, dass und ob sie verschwinden. Ich erinnerte mich wieder, dass genau das Realität wird, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte. D.h. wenn ich meine innere Quelle oder den Gott in mir finden oder besser erfahren will, dann sollte ich mich wohl eher darauf konzentrieren und die Gedanken von meinen Problemen wegnehmen.
Um das zu unterstützen, änderte ich jetzt meine Affirmation in: "Ich bin heil. Ich bin ganz. Zeige mir meine Vollkommenheit."
Ich wusste auf einmal: Die Tumore/Zysten werden in der Minute weg sein, in der ich meine Quelle gefunden habe, da sie extra so groß geworden sind, um mir den Weg dorthin zu weisen.
Nach der Heilbehandlung sagte mir Lars Ole Giza, dass sich ein weibliches Lichtwesen meiner Heilung angenommen hatte. Ich war begeistert. Hatten meine Rufe nach Unterstützung dort oben wirklich zu Unterstützung geführt?
In meiner abendlichen Meditation versuchte ich dann Kontakt zu ihr aufzunehmen. Sie erzählte, dass sie Elisabeth heißt und dass sie eine Deva ist. Das sie also ein Helfer von Engeln ist. Auf die Frage, welchen Engel sie unterstützte, sagte sie Erzengel Gabriel.
Da erinnerte ich mich, dass ich 2 Tage vorher die Meditation zur Anrufung von Erzengel Gabriel von Soullight gemacht hatte, und war begeistert, wie schnell das zum Erfolg geführt hat.
Mein Verstand war zwar der Meinung, dass das sich wahrscheinlich alles nur in meiner Phantasie abspielt. Aber was macht das für einen Unterschied? Es fühlt sich auf jeden Fall besser an, wenn man Unterstützung von "oben" hat, und nicht nur auf sich allein gestellt ist. Und kommt es nicht nur auf das Gefühl an? Ob es dann nun stimmt oder nicht ist dann doch auch egal. Da ich meine Sinne noch nicht soweit geschult habe, dass ich so etwas wahrnehmen kann, entscheide ich mich lieber für das Gefühl, welches sich besser anfühlt. Egal was der Verstand wieder zerpflücken will, ich weiß, dass die einzigen Grenzen die sind, die ich mir setze.

Auf jeden Fall hatte ich es geschafft, dass mein Energiefeld sich zum Jahreswechsel herrlich anfühlte. Ich konnte es weit ausdehnen, fühlen, es war einfach herrlich. Ich hätte Bäume ausreißen können, wenn nicht mein physischer Körper mir immer noch gezeigt hätte, dass er viel Ruhe braucht, und körperliche Anstrengungen gar nicht mag. Da sich an meinen Tumoren/Zysten auch noch nichts getan hatte und meine Blutung sich bemerkbar machte, beschloss ich meinem Körper für die Heilung noch 2 Wochen Zeit zu geben. Ich beschloss noch eine Journey in der Zeit zu machen, vielleicht schaffte ich es ja diesmal bei meiner Quelle anzukommen.
Als ich bei Katin Reger keinen Termin innerhalb der 2 Wochen bekommen konnte, sagte ich mir, dass das vielleicht nicht sein soll. Bei meiner Suche im Internet hatte ich aber auch gesehen, dass Johann Christian Frobenius jetzt auch die Journey kombiniert mit anderen Techniken anbot. Als ich dort schon am nächsten Tag einen Termin erhielt, wusste ich, dass das genau richtig sein musste.
Und es war genau richtig, denn die folgenden 3 Tage hätte ich ohne die Unterstützung von Johann Christian Frobenius wohl nicht so überstanden, denn die Blutung erreichte mit kaum noch auszuhaltenden Schmerzen ihren Höhepunkt.
Diese 3 Tage waren aber für mich auch voller Erkenntnisse:
Ich erkannte, dass mich Oskar - mein Schmerzkörper wieder einmal ausgetrickst hatte. Hatte der freche Kerl mir doch wirklich eingeredet, dass die Schmerzen notwendig sind, weil dort unten doch die Tumore/Zysten abgebaut werden müssen. Am dritten Tag als ich dann meine Aufmerksamkeit immer auf den beginnenden Schmerz gelenkt hatte, ging alles viel einfacher und leichter.
Vielleicht auch, weil ich in der Nacht vorher meinem inneren Kind erlaubt hatte, seine Wut, Angst und seinen Schmerz in die Welt zu schreien.
Außerdem baute ich meine negative Meinung über Schmerzmittel ab, die auf der Aussage beruhte, dass dadurch die Schmerzen nicht gefühlt werden, und deshalb nur verdrängt werden, außerdem soll es schlecht fürs Energiefeld sein. Ich stellte aber fest, dass es ja wahrlich keine Liebe sein kann, wenn man seinen Körper mit kaum aushaltbaren Schmerzen quält und deshalb leidet. Wenn man diesen Zustand erreicht hat, dann hat der Schmerzkörper einen so im Griff, dass man nur noch an leiden und sterben denkt, und seine Gedanken nicht mehr konzentriert bekommt. Dann ist es besser eine Schmerztablette zu nehmen, weil man dann einen neuen Anlauf machen kann, und es diesmal vielleicht hinbekommt, seine Konzentration immer auf den beginnenden Schmerz zu richten.

Ich erkannte auch, dass die Journey so wie sie beschrieben ist, viel zu sehr meinen Verstand beschäftigte, als dass ich die Gefühle wirklich fühlte. Erst am dritten Tag wurde es eine richtige Journey als ich bei einer kurzen Massage des Bauches mich auf die Gefühle und Situationen konzentrierte, die dort unten festhängen. Dadurch, dass ich meine Aufmerksamkeit immer auf den beginnenden Schmerz gelenkt hatte, begann damit eine Reise durch den Körper und durch Situationen in der Vergangenheit und die daran hängenden Gefühle. Ich stellte fest, dass es auch bei mir alles Situationen waren, die der Verstand schon längst abgehakt hatte, die aber noch eine Menge an Gefühlen festhielten, weil sie nie gefühlt worden waren.
Ich fand spannend, dass auch die Ängste meiner Mutter vor meiner Geburt noch in meinem Inneren gespeichert waren, und dass es sich entspannter anfühlt, wenn man in das Ereignis Frieden und Liebe gesendet hat, und allen vergeben hat.
Daraufhin beschloss ich, endlich das umzusetzen, was ich seit meiner Reiki 2 - Einweihung schon immer mal vorhatte, und einfach in alle Jahre seit meiner Zeugung Energie zu senden.
Es wurde ein Meditationsmarathon von 3 Stunden (daran sieht man erst, wie viele Jahre schon hinter einem liegen). Ich stellte mir für jedes Jahr vor: Ich sende jetzt Frieden und Liebe in das Jahr .... Ich vergebe allen und insbesondere mir alles, was in diesem Jahr passiert ist. Und wenn es sich dann immer noch nicht ganz rund angefühlt hatte, fügte ich noch mit viel Gefühl hinzu: Ich vergebe von ganzem Herzen, da ich weiß, dass es nichts zu vergeben gibt, da alles nach Gottes perfektem/vollkommenen Plan passiert ist.

Aber irgendwie hatte ich immer noch das Gefühl, dass bei meinem Fühlen irgendetwas fehlte. Das ich irgendetwas nicht richtig verstanden hatte. In dieser Woche "drängten" sich mir zwei Bücher auf, die unbedingt gekauft werden wollten.
Einmal von Safi Nidiaye "Wieder fühlen lernen", was mir den Unterschied beibrachte, zwischen dem Fühlen mit dem Verstand und dem Fühlen mit dem Herzen.
Und "Vom Herzen durch die Hände" von Maud Nordwald Pollock was sehr schön das Fühlen mit der Methode des Therapeutic Touch verbindet. Außerdem gibt es sehr schöne Anleitungen, wie man seine Emotionen loslassen kann.

Ich fasste den Beschluss meinem Körper mal was Gutes zu tun, und mich massieren zu lassen.
Ich wählte dafür eine Klangmassage bei Sigrid Molineus, die mir noch einmal sehr deutlich zeigte, wie mein Verstand mich an der Entspannung und am Genießen hindern kann, die aber auch innerlich so kraftvoll war, dass es sich danach anfühlte, als ginge ich auf Wolken.
Dagegen war die Ganzkörper-Ölmassage kombiniert mit Reiki bei Irma Koski der reinste Luxus. Die Kombination von Massage mit Reiki war herrlich, da das, was bei der Massage an Schmerzen hochkommen wollte, durch Reiki gleich "befreit" werden konnte.

Bei einem Termin im SatNam Reiki-Zentrum bei Johann Christian Frobenius, bei dem wir versucht hatten, den Tumor/Zyste loszulassen, begriff ich auf einmal, dass er gar nicht losgelassen werden will, sondern dass er angenommen und geliebt werden will.
Folglich versuchte ich es jetzt mit lieben, was teilweise schwierig war, da die Schmerzen sich jetzt gewandelt hatten und ich jetzt auch teilweise Schmerzen in dem Tumor/Zyste spürte.
Das zeigt zwar, dass ich ihn jetzt als zu mir gehörig angenommen hatte, war aber deshalb nicht unbedingt angenehmer.

Jetzt ist es Mitte Januar und ich bin glücklich, dass ich auf der rechten Seite nichts "Dickes" mehr spüren kann, es war eines morgends einfach weg. Aber irgendwie ist es auf der linken Seite immer noch nicht anders geworden und auch die Schmerzen wollen sich nicht vertreiben lassen. Scheinbar muss dort noch irgendwas sitzen, was ich bislang nicht wahrhaben wollte.
Ich habe aber das Gefühl, dass ich es so zu Hause nicht werde finden können, sondern dass ich mich den Herausforderungen stellen sollte, und langsam wieder anfangen sollte, zu arbeiten.
Die grösste Herausforderung bestand dabei darin, sich den Tag über nicht so zu vergessen, dass man den Körper erst abends nach der Arbeit wieder spürt, sondern den ganzen Tag, "bei mir zu bleiben".



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