Es wird oft gesagt, die Welt steht kurz vorm Abgrund, wir müssen etwas tun, es ist schon 5 vor 12.
Wir müssen uns beeilen, wir stehen unter Zeitdruck!!!
Doch STOP: Was für ein Gefühl steht hinter diesem Gedanken?
Es ist ein Gefühl der Angst, riesiger Angst vor dem Weltuntergang, vor dem Tod.
D.h. alles was wir aus diesem Gefühl heraus tun, wird die Angst verstärken, und bringt uns
somit dem Weltuntergang ein Stück näher.
Wie kommen wir aber aus diesem Teufelskreis raus? Wie schaffen wir es die Welt zu retten?
Die Methoden dafür sind vielfältig, z.B. kann man sich daran erinnern, dass diese Welt auf der Liebe
basiert, dass diese Kraft der Liebe (oder auch Gott, wenn man will) in allem ist.
Die Menschen wurden aus Liebe erschaffen.
Wird also diese Kraft der Liebe zulassen, dass ihr Werk zerstört wird?
Niemals. Sie wird also einen Weg finden. Wir könnten ihr also einfach vertrauen und den Weg gehen,
den sie uns bestimmt zu gehen.
Wir könnten auch die andere Seite sehen. Wir könnten die vielen Gruppen von Lichtarbeitern sehen,
die rund um die Welt dabei sind, mehr Frieden auf die Erde zu bringen.
Wir könnten die vielen Menschen sehen, die auf der Suche nach Lösungen sind, und auch dabei sind
Lösungen zu finden.
Richten wir unsere Energie also auf das ganze Positive, was schon erreicht wurde, und geben der
Angst nicht noch mehr Nahrung.
Wenn wir nicht an Gott glauben, können wir uns auch einfach fragen: Was bringt mich weiter?
Bringt es mich meinem Ziel näher, wenn ich hektisch versuche den Weltuntergang zu verhindern, oder
ist es nicht viel hilfreicher voll Vertrauen den nächsten Schritt zu gehen?
Die Antwort dürfte klar sein, denn die Angst lähmt nur, und hindert mich den nächsten Schritt zu tun.
Wie kann man das Ziel aber dann schneller erreichen?
Diese Frage stellt sich mir im Moment auf 2 Ebenen.
Einmal im kleinen in meiner Abteilung in der Firma,
wo wir uns für das nächste halbe Jahr ein Projekt vorgenommen haben, was nach realistischen auf Erfahrungswerten
beruhenden Schätzungen 1-2 Jahre dauern würde. Aber wir haben den Glauben und das innere Wissen,
dass wir es schaffen werden.
Andererseits frage ich mich im Rahmen meines Interesses für
die Partei
"Die Violetten",
wie es möglich ist, die große Vision schneller in die Tat umzusetzen.
Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der jeder Einzelne der Führung seiner Seele / seines Herzens folgt
und dadurch ausgerichtet ist auf die göttliche Liebe im Denken, Reden und Handeln.
In diesem Bewusstsein leben die Menschen die göttliche Liebe mit ihren Gedanken, Worten und Taten.
So gestalten sie ihr Zusammenleben in Frieden, Freiheit und Glück zum Wohle aller.
Dabei fällt mir auf, dass so eine große Vision zwar schön und gut ist. Auch wenn wir diese Vision haben,
hat sie nicht die Kraft sich zu manifestieren, weil sie nur der gemeinsame Teil, also der kleinste
gemeinsame Nenner vieler einzelner Visionen ist.
Wenn wir so weitermachen wie bisher wird sich nichts ändern.
Wie schaffen wir es aber diese große Aufgabe zu bewältigen, wir geben doch jetzt schon 100% unserer Energie.
Dafür fällt mir ein schönes Beispiel aus der Heizungstechnik ein. Ich habe mich oft gefragt, wie es wohl
angehen kann, dass eine Brennwerttherme einen Wirkungsgrad von 110% haben kann. Mein mathematischer Verstand
sagt doch sofort das geht gar nicht. Dabei ist es ganz einfach, es wird bei der Rechnung einfach die elektrische
Energie unterschlagen, die zusätzlich zum eingesetzten Gas verwendet wird, um den Lüfter zu bewegen, der die
Abgase nach draußen befördert.
D.h. wenn ich den Wirkungsgrad der Arbeit erhöhen will, muss ich einfach eine neue Energiequelle anzapfen.
Diese oft unerschlossene Energiequelle ist unsere Leidenschaft.
Wie schaffe ich es aber diese Energiequelle zum Sprudeln zu bringen?
Die innere Triebfeder der Leidenschaft ist unsere Vision, dass was jeder für sich selbst erreichen und umsetzen will.
Diese Leidenschaft ist es, die im Moment zu vielen Reibungsverlusten führt, denn deine Leidenschaft für deine Vision
löst in mir die Angst aus, dass meine Vision nicht umgesetzt wird, und so kämpfe ich mit Leidenschaft dagegen an,
anstatt zu sehen, dass sich unsere Visionen gar nicht so sehr unterscheiden.
Ein weiteres Problem ist, dass es natürlich viel leichter ist, die Umsetzung seiner Vision von den anderen zu
fordern, anstatt selbst zu suchen, was ist MEIN nächster Schritt.
Wie es so schön in der Vision heißt:
...in der jeder Einzelne der Führung seiner Seele / seines Herzens folgt....
Machen wir es doch einfach vor und folgen ihr endlich.
--> Schritt 1 für eine schnellere Zielerreichung:
Jeder muss sich selbst erst einmal klar werden, was seine eigene Vision ist, und sie schriftlich formulieren.
So eine Vision sollte die Wünsche und Ideen enthalten, auch wenn sie im Moment noch utopisch erscheinen.
Sie sollte auch enthalten, wo man seine Stärken und Potentiale sieht, was man gern tun würde, auch wenn man
keine Ahnung hat, wie das funktionieren könnte. Außerdem sollte sie enthalten, wo man seinen nächsten Schritt sieht,
also was würde ich gern als nächstes tun, auch wenn man nicht weiß, wie genau das von statten gehen soll.
So hat der andere dann eine Chance, zu sehen, wo das Gemeinsame beider Visionen ist, wie
die Schritte und Ideen zusammenpassen.
Wie es weitergeht kann ich jetzt noch nicht sagen, denn auch mir offenbart sich nur ein Schritt nach dem
anderen.
Lasst Ihn uns gehen, denn was ich weiß ist, dass es funktioniert, da es sich bei mir jetzt
gerade zeigt. Dadurch, dass ich den ersten Schritt gegangen bin, und meine inneren Ängste davor angeschaut
und akzeptiert habe,
öffnet sich ein Schritt nach dem anderen. Im Moment sieht das bei mir so aus, dass ich hier einen Artikel nach dem
anderen schreibe, getrieben von einem tiefen inneren Bedürfnis das zu tun. Die Leidenschaft in mir ist so
kraftvoll und gewaltig, dass ich obwohl ich jetzt meine Nächte mit dem Finden von Antworten und Schreiben von Artikeln
verbringe, trotzdem den ganzen Tag voller Kraft bin. Es fühlt sich an, als ob meine "Schmetterlingsflügel"
in Wirklichkeit "Adlerschwingen" sind. Das ist einerseits kraftvoll und schön, aber andererseits
macht es auch etwas Angst, denn so wäre ich nie auf die Idee gekommen, diese Schritte zu gehen.